1860 heiß auf Spitzenreiter - Papstbesuch = Glück?
München (dpa) - 16.02.2012, 11:56 Uhr
Münchens Trainer Reiner Maurer will den Düsseldorfern den Karneval vermiesen. Foto: Andreas Gebert
Karneval am Rhein - aber die Laune am höchsten Feiertag des närrischen Treibens will der TSV 1860 München dem Tabellenführer vermiesen. Für 1860-Präsident Dieter Schneider und seine Crew war es ein besonderer Ausflug nach Rom. Eine Delegation der Münchener weilte bei einer Audienz von Papst Benedikt XVI. im Vatikan. Das Oberhaupt der katholischen Kirche bekam ein Trikot mit den Unterschriften der Mannschaft des Fußball-Zweitligisten überreicht - und Präsident Schneider reiste «beeindruckt» heim. Zur gelungenen Woche würde da ein Dreier im Duell mit Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf am Sonntag bestens passen. Für die «Löwen» ist ein Heimsieg fast schon Pflicht, um noch einmal einen Schrittchen näher an das entrückte Aufstiegsquintett heranzukommen. «Der Rosenmontag soll in Düsseldorf kein Feiertag sein», sagte Trainer Reiner Maurer im «Münchner Merkur» (Donnerstag). Naturgemäß sehen das die Rheinländer nach dem Remis gegen Eintracht anders. «Wir müssen wieder anfangen drei Punkte zu holen», erklärte Ranisav Jovanovic.
Oben in der Tabelle ist im Profi-Unterhaus Spannung garantiert. Nach den Spitzenpartien am vergangenen Spieltag, dem klaren 5:1 von Fürth gegen Paderborn und dem hitzigen 1:1 zwischen Düsseldorf und Eintracht Frankfurt, müssen die fünf Top-Teams nun in Fernduellen kämpfen. Nur zwei Punkte liegen zwischen dem Tabellenfünften SC Paderborn (42 Zähler) und Düsseldorf (44). München hat mit 35 Punkten auf Tabellenrang sechs bereits einen beträchtlichen Rückstand. Bereits am Freitag erwartet Paderborn den Tabellenzehnten Dynamo Dresden, St. Pauli (42 Punkte) läuft beim MSV Duisburg auf. Wie auf diese beiden Teams wartet auch auf Eintracht Frankfurt (43 Punkte) und SpVgg Greuther Fürth (43) jeweils ein Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Zum Stadtduell kommt es für die Eintracht am Samstag gegen den FSV Frankfurt. Derby-Luft auch in Bayern: Fürth tritt beim Drittletzten FC Ingolstadt an. |