Dank der phasenweise brillanten Vorstellung zog Mönchengladbach (43 Punkte) an Schalke (41) vorbei. Damit hält das mehr und mehr als Geheimfavorit gehandelte Team von Trainer Lucien Favre Kontakt zum Spitzenduo aus Dortmund (46) und München (44). Dennoch blieben Kampfansagen aus. «Wir konzentrieren uns von Spiel zu Spiel. Damit sind wir bisher gut gefahren. Warum sollten wir das ändern?», sagte Torschütze Mike Hanke. Nach einem Stotterstart in die Rückrunde geht es beim FC Bayern wieder aufwärts. Wie beim Pokalsieg in Stuttgart fand der Rekordmeister beim 2:0 über Kaiserslautern zurück zu alter Souveränität. Beim 100. Sieg von Jupp Heynckes als Bayern-Coach fehlte der erst in der 2. Halbzeit eingewechselte Arjen Robben erneut in der Startelf. Der Niederländer wollte sich zu seiner Gemütslage nicht äußern. Dafür versuchte Heynckes die Wogen zu glätten: «Ich habe keine schlechte Laune bei Arjen gesehen. Er ist hochmotiviert aufs Spielfeld gekommen und hat sich nahtlos eingefügt.» Bei aller Freude über den Sieg müssen sich die Bayern aber weiter mit der Rolle als Dortmund-Jäger begnügen. Denn auch der BVB hielt sich beim 1:0 über Leverkusen schadlos. Obwohl er diesmal keinen magischen Ballzauber, sondern ein Geduldsspiel seiner Mannschaft sah, geriet Borussia-Trainer Jürgen Klopp ins Schwärmen. «Auch diese Prüfung haben wir gemeistert.» Für den einzigen Geniestreich des Spiels sorgte Shinji Kagawa. Den Siegtreffer des Japaners bedachte Klopp mit einem Sonderlob: «Das war ein Weltklasse-Tor.» Ähnlich spannend wie an der Spitze bleibt es am Tabellenende. Besonders alarmierend ist die Situation für den Tabellenletzten Freiburg, Augsburg und Kaiserslautern. Die Breisgauer bekamen beim 2:3 in Wolfsburg am Freitag zwar viel Lob, aber keine Punkte. Auch Augsburg tritt auf der Stelle. Daheim kam der Aufsteiger nicht über ein mageres 0:0 gegen Nürnberg hinaus. Immerhin haben die Schwaben nun genauso viele Punkte (18) wie die Pfälzer, die beim 0:2 in München chancenlos waren. Dagegen ließ 1899 Hoffenheim Fortschritte erkennen. Beim Debüt des neuen Trainers Markus Babbel erkämpfte sich das Team ein achtbares 1:1 bei Werder Bremen. Erst der Last-Minute-Treffer von Bremens Marko Arnautovic brachte den einstigen Hertha-Coach um einen Traumeinstand. Babbels Frust hielt sich dennoch in Grenzen: «Wenn man in Bremen einen Punkt holt, muss man zufrieden sein.»
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