Für Holstein-Coach Thorsten Gutzeit war es selten leichter, seine Spieler auf eine Partie einzustimmen: «Das ist ein Traum für meine Spieler», sagte der Trainer, der die Herausforderung immerhin in Bestbesetzung annehmen kann. «Es wird diesmal ganz, ganz schwer. Aber meine Spieler sind alle geil auf den Erfolg.» Vor einer höheren Pokalhürde als der Bundesliga-Spitzenreiter aus Dortmund steht der Verfolger aus München. Der Stolperstart in die Rückrunde mit nur vier Punkten aus drei Partien hat beim FC Bayern München vor dem Spiel am Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF und Sky) beim VfB Stuttgart für ungewohnte Nervosität gesorgt: «Wir sind jetzt unter Druck», bekannte Sportdirektor Christian Nerlinger. Dritter im Bund der Pokalfavoriten ist Borussia Mönchengladbach. Gut drei Monate nach dem 2:1-Erfolg in der Meisterschaft bei Hertha BSC will der Bundesligavierte den Erfolg an gleicher Stätte wiederholen. Für Erfolgscoach Lucien Favre ist es zwar die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, aber nach eigenem Bekunden kein besonderes Spiel: «Dass es mein Ex-Club ist, ist mir egal.» Neben Holstein Kiel ist Greuther Fürth der einzige Club im Viertelfinale, der nicht zur deutschen Eliteliga zählt. Gleichwohl rechnet sich der Zweitligist im Duell beim derzeit instabilen Gegner 1899 Hoffenheim gute Chancen aus. Schließlich hatte Hoffenheim-Coach Holger Stanislawski nach dem 2:2 seiner Mannschaft am Samstag gegen Augsburg Anzeichen von Resignation erkennen lassen. Manager Ernst Tanner hofft auf eine Trotzrektion der Mannschaft: «Wir haben die Chance, erstmals ins Halbfinale zu kommen. Ich habe mit Stani telefoniert, es geht ihm schon viel besser.»
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