Verhaltene Zuversicht: BVB für Titelkampf gerüstet
La Manga (dpa) - 11.01.2012, 12:30 Uhr
Für BVB-Trainer Jürgen Klopp hat sich die personelle Lage wieder entspannt. Foto: Kevin Kurek
Der Abstand zum Tabellenführer beträgt lediglich drei Punkte, doch eine Kampfansage an den FC Bayern München kommt Jürgen Klopp nicht über die Lippen. Selbst die Aufforderung aus München, das Understatement aufzugeben, lockt den Trainer von Borussia Dortmund nicht aus der Reserve. Nicht minder entspannt reagiert er auf die jüngsten Schlagzeilen über die angeblich gereizte Stimmung innerhalb seines Teams. «Das Gros der Mannschaft ist in einer sehr guten Verfassung aus der Pause gekommen. Es scheint runder zu laufen als vor der Hinrunde», kommentierte der Fußball-Lehrer zum Ende des Trainingslagers der Borussia in La Manga. Die Gelassenheit des Trainers kommt nicht von ungefähr: Anders als im Sommer, als zahlreiche Leistungsträger die Vorbereitung verpassten, stellt sich die personelle Lage diesmal komfortabel dar. Nur für Ilkay Gündogan und Felipe Santana könnte es bis zum Rückrundenauftakt am 22. Januar in Hamburg eng werden. Doch beide wollen zu Beginn der kommenden Woche in das Mannschaftstraining zurückkehren. «Das ist zwar nicht das Bild einer perfekten Vorbereitung, aber ich bin bisher sehr zufrieden», befand Klopp.
Trotz der Personalmisere der vergangenen Monate erscheint die Ausgangslage glänzend. Der BVB-Coach hat im Vergleich zur zurückliegenden famosen Meistersaison sogar Fortschritte ausgemacht: «Wir sind einen Schritt weiter, weil wir unsere Verletztenprobleme auffangen konnten. Unsere Steigerung liegt in der Breite.» Die mit Ausnahme des frühen Knockouts in der Champions League positive Hinserie mit zuletzt elf Bundesliga-Spielen ohne Niederlage bestärkte die Vereinsführung in dem Vorhaben, mehr Geld für die Qualitätssicherung auszugeben. Nach Einschätzung von Klopp könnte der 17,1 Millionen Euro teure Transfer von Marco Reus helfen, die ambitionierten Ziele zu erreichen: «Der BVB muss ein Verein werden, von dem man nicht weg muss, um sportlichen Erfolg zu haben. Wir sind zu groß, um nicht erfolgreich zu sein.» |