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«Traum-Comeback» für Arsenal-Ikone Henry

London (dpa) - 10.01.2012, 15:12 Uhr

Thierry Henry traf bei seiner Rückkehr zum entscheidenden 1:0. Foto: Kerim Okten
Thierry Henry traf bei seiner Rückkehr zum entscheidenden 1:0. Foto: Kerim Okten

Thierry Henry brauchte keine Viertelstunde, um im Londoner Emirates-Stadion für einen Gänsehaut-Moment zu sorgen. Ganze zehn Minuten war Arsenals Rekord-Torschütze auf dem Rasen, als er mit seinem Siegtreffer im FA-Cup gegen Leeds United ein Sensations-Comeback krönte.

Selbst die gegnerischen Fans klatschten, Coach Arsene Wenger sprach vom «Traum-Comeback» und «einer Geschichte, die man seinen Kindern erzählt», die «Times» schrieb auf ihrer Titelseite: «Der König ist zurück».

Henry selbst, der in 371 Spielen für Arsenal nun 227 Tore schoss, rang geradezu um Fassung nach seinem 1:0 in der 78. Minute. «Vor 15 Tagen kam ich aus dem Urlaub in Mexiko. Da hätte ich nie gedacht, dass ich noch einmal für Arsenal spielen würde», sagte die zweimonatige Leihgabe von den New York Red Bulls. Und der bescheidene 122-fache französische Nationalspieler und Weltmeister von 1998 ergänzte: «Ich hoffe, das ist kein Traum.»

Sein Tor riss sogar Manchester-United-Ikone David Beckham samt Söhnen von den Tribünensitzen. Coach Wenger beschrieb es als «Thierry-Henry-Abschluss»: links im Strafraum, Rechtsschuss, flach ins lange Eck. Alle Hoffnungen, der als Aushilfe zurückgeholte Stürmer-Veteran könnte seinen Sechseinhalb-Wochen-Vertrag womöglich noch verlängern, zerstreute Wenger aber sogleich: «Wir können es auf acht ausbauen.» Dann muss Henry zurück nach New York in die US-Profiliga, wo er seit 2010 seine Karriere ausklingen lässt.

Aber das war nach diesem Abend, an dem Henry London und halb England entzückte, auch erst einmal egal. Leeds-Coach Simon Grayson vermutete: «Es stand wohl in den Sternen, dass das mit Henry passiert.» Und der niederländische Nationalstürmer Robin van Persie, Henrys Nachfolger als Arsenal-Superstar, befand: «Wenn man zehn Legenden fragen würde, ob sie zurückkommen möchten, weiß ich nicht, ob jemand mutig genug wäre. Aber Thierry liebt den Fußball.» Er prophezeite, Henry werde noch viele Einsätze für Arsenal bekommen.

Ob Henry im nächsten Premier-League-Spiel bei Swansea gleich von Anfang an an van Persies Seite randarf, ließ Wenger offen. Wie sehr er sich über Henrys Traum-Rückkehr freute, zeigte sich, als er ihm jubelnd und fast gerührt um den Hals fiel. «Titi», der zwischen 1999 und 2007 für die Gunners spielte und dann nach Barcelona ging, habe «seinen Status als Clublegende ausgebaut».


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