Ans Aufhören denkt Raúl ohnehin nicht. «Ich liebe es, Fußball zu spielen. Ich genieße es.» An eine Rückkehr in das Nationalteam, über die in Spanien diskutiert wurde, möchte er allerdings «keine Gedanken verschwenden». In seinem x-ten Trainingslager arbeitet er bei sommerlichen Temperaturen lieber konzentriert und motiviert. Am Donnerstagabend traf er seinen Landsmann und Freund Rafael Nadal beim Tennisturnier, das gerade in Doha stattfindet. «Das war eine schöne Abwechslung, das Wiedersehen war sehr schön», berichtete Raúl. Stevens lässt sein Team in Doha zweimal täglich schwitzen. «Das Wetter ist top, die Plätze sind gut, das Hotel super. Und besonders wichtig ist, wir haben ganz wenige Verletzte», sagte der Holländer. Am meisten stören ihn die sechs Spiele Sperre für Jermaine Jones für dessen Tritt gegen Nationalspieler Marco Reus beim DFB-Pokal-Aus in Mönchengladbach. «Da müssen wir jetzt hier Alternativen finden im Mittelfeld.» Jones wird - wie auch Torjäger Klaas-Jan Huntelaar, der in Gladbach Gelb-Rot sah - vereinsintern bestraft, wie Stevens erkennen ließ: «Da wird für Klaas-Jan und Jermaine etwas folgen.» Mehr «Variationsmöglichkeiten» in der Offensive sieht Stevens mit dem aus Hoffenheim ausgeliehenen Chinedu Obasi. «Er kann mehrere Positionen spielen.» Zudem hofft der Coach, dass Farfan nach seiner Knieverletzung «noch hier den Anschluss schafft». Raúl würde nach dem DFB-Pokal 2011 am Saisonende gern «auch mal die Meisterschale in der Hand halten». Doch Stevens sieht Schalke nicht als Bayern-Jäger und Titelaspirant. «Bayern ist Top-Kandidat. Dortmund mischt auch gut mit. Wir sind noch nicht so weit.» Am Samstag bestreitet Schalke ein Testspiel gegen eine Armeeauswahl aus Katar. «Jeder soll Spielminuten bekommen», sagte Stevens. Auch Raúl.
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