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Beckenbauer will nicht FIFA-Präsident werden

Berlin (dpa) - 16.03.2005, 17:34 Uhr

Franz Beckenbauer, Präsident des deutschen WM-OK, spricht auf einer Pressekonferenz.
Franz Beckenbauer, Präsident des deutschen WM-OK, spricht auf einer Pressekonferenz.

Franz Beckenbauer hat eine Kandidatur für den Präsidentenposten im Weltfußballverband FIFA strikt ausgeschlossen. Dafür stehe er «definitiv nicht» zur Verfügung, sagte der Organisationschef der Fußball-WM 2006 in Berlin.

«Wir haben einen Präsidenten. Besser kann es nicht sein.» Nach seinem Kenntnisstand werde sich FIFA-Chef Sepp Blatter 2007 um eine Wiederwahl bewerben, ohne dass es einen Gegenkandidaten gibt.

«Sind wir froh, dass wir einen so guten Präsidenten haben», sagte Beckenbauer bei einer Pressekonferenz zum Stand der WM-Vorbereitungen. Die Spekulationen um seine Kandidatur waren neu aufgekommen, nachdem die französische Fußball-Legende Michel Platini seine Bewerbung für den frei werdenden Chefposten in der Europäischen Fußball-Union (UEFA) angekündigt hatte.

Der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, hat Franz Beckenbauer aufgefordert, bei der Wahl des UEFA-Präsidenten gegen Michel Platini anzutreten.

«Ich sage ganz klar, ich möchte, dass Franz Beckenbauer als UEFA-Präsident kandidiert. Ich halte das auch für aussichtsreich. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, gemeinsam mit meinen Freunden, dass Beckenbauer kandidiert. Natürlich in enger Abstimmung mit dem UEFA-Präsidenten», sagte Zwanziger der Süddeutschen Zeitung.


Der ehemalige französische Weltklassespieler Platini hatte in einem eigens anberaumten Presse-Meeting offiziell erklärt, er wolle die Nachfolge von Lennart Johansson als Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) antreten. «Offenbar hat Platini das als Einzelkünstler bewerkstelligt», kommentierte Zwanziger den Schritt des 49-Jährigen.

Beckenbauer hat lediglich eine Kandidatur für den Präsidentenposten im Weltfußball-Verband FIFA ausgeschlossen. Dafür stehe er «definitiv nicht» zur Verfügung, sagte der Organisationschef der Fußball-WM 2006 in Berlin. «Wir haben einen Präsidenten. Besser kann es nicht sein.» Nach seinem Kenntnisstand werde sich FIFA-Chef Sepp Blatter 2007 um eine Wiederwahl bewerben, ohne dass es einen Gegenkandidaten gibt.

Zum Vorsitz in der UEFA äußerte er sich nicht. Zwanziger sagte, er habe in den «letzten zwei, drei Jahren» gespürt, dass Beckenbauer viel Interesse an so einem Amt habe: «Beckenbauer hat Spaß an der Funktionärslaufbahn bekommen, so, wie er sie macht. Und man muss anerkennen: Fachlich hat er enorm dazu gelernt.»

Zwanziger hat sich auch bereits eine Strategie zurechtgelegt, wie der Wechsel an der UEFA-Spitze 2006, spätestens aber 2007, vonstatten gehen soll. «Wenn der Zeitpunkt da ist, ist es wichtig, welche Meinung Johansson hat. Ich stelle mir vor, dass dann der DFB Beckenbauer bittet, für diese Position zu kandidieren. Es wird diese Chance geben.»

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