Nach einer glänzenden Vorlage seines kongenialen Mittelfeld- Partners Franck Ribéry überwand Robben mit einem überlegten Schuss aus kurzer Distanz VfL-Keeper Andreas Luthe. «Wir haben es uns selbst schwer gemacht», sagte der Niederländer. «Ich dachte schon, wir müssen noch eine halbe Stunde länger spielen. Aber jetzt haben wir früher Urlaub.» Den zweiten Münchner Treffer hatte Christoph Dabrowski mit einem eklatanten Fehlpass eingeleitet. «Ich bin natürlich enttäuscht, wenn man kurz vor Schluss so ein Spiel noch verliert», meinte VfL-Coach Andreas Bergmann. Sein Bayern-Kollege Jupp Heynckes zollte dem tapfer kämpfenden Heimteam Respekt: «Wir haben gegen eine sehr gut spielende und verteidigende Bochumer Mannschaft glücklich gewonnen.» Während der Rekordmeister im Ruhrgebiet lange überlegen agierte, war in der zweiten Auftaktpartie der Runde der besten 16 ein Klassenunterschied gar nicht zu erkennen. Fürth spielte im 254. fränkischen Derby entschlossen nach vorne und nutzte gleich die erste Unaufmerksamkeit der Club-Abwehr eiskalt aus. Als Christopher Nöthe nach einer Viertelstunde einen Eckball von Heinrich Schmidtgal mit dem Kopf verlängerte, stand Edgar Prib (15.) völlig frei und köpfte zum 0:1 ein. «Das ist einfach wunderbar, dieses Gefühl. So was erlebt man nicht jeden Tag», schwärmte der Torschütze, der acht Tage nach seiner verpatzten Riesenchance von Frankfurt zum Matchwinner wurde. Nach der Gelb-Roten Karte für Bernd Nehrig (66.) rannten die Nürnberger in Überzahl auf das Fürther Tor an, blieben jedoch ohne Erfolg. Hoffenheim konnte sich bei seinem fünften Viertelfinaleinzug auf seine bosnischen Torgaranten verlassen. Die Treffer von Sejad Salihovic (23.) und Vedad Ibisevic (49.) bescherten den Badenern einen versöhnlichen Jahresabschluss. Vor der Minuskulisse von nur 10 375 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena traf Torsten Oehrl (36.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich für den FCA, dem im zweiten Durchgang die Entschlossenheit für eine erneute Wende fehlte.
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