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Niersbach oder Staudt - wer folgt Zwanziger?

Frankfurt/Main (dpa) - 07.12.2011, 09:56 Uhr

Wolfgang Niersbach genießt in Kriesen der UEFA und der FIFA hohes Ansehen. Foto: Foto: Bernd Settnik
Wolfgang Niersbach genießt in Kriesen der UEFA und der FIFA hohes Ansehen. Foto: Foto: Bernd Settnik

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sucht einen neuen Präsidenten, nachdem DFB-Chef Theo Zwanziger in der Vorwoche überraschend seinen Rücktritt angekündigt hat.

Vor der Sitzung des Präsidiums und der Regionalverbände in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main wurden Generalsekretär Wolfgang Niersbach und der frühere IBM-Manager Erwin Staudt als Nachfolgekandidaten gehandelt. Die Nachrichtenagentur dpa stellt die beiden vor.

DFB-Generalsekretär Niersbach: «Kaiser»-Freund

Wolfgang Niersbach, geboren in Nettesheim, ist seit Oktober 2007 Generalsekretär beim Deutschen Fußball-Bund. Der 61-Jährige genießt auch in Kreisen der UEFA und der FIFA hohes Ansehen und war einer der maßgeblichen Macher der so erfolgreichen Weltmeisterschaft 2006. Niersbach kam als Sportjournalist zum DFB, war bei der EM 1988 Pressechef und später Mediendirektor.

Diese Funktion übte er aus, als Deutschland 1990 unter Franz Beckenbauer Weltmeister wurde. Der glänzende Organisator und Kenner der Fußballszene ist mit dem «Kaiser» befreundet, der ihn auch Nachfolger von DFB-Präsident Theo Zwanziger empfahl: «Er ist in meinen Augen der Beste.» Niersbachs Vertrag als höchster Angestellter beim DFB läuft bis 2016.


Ex-VfB-Präsident Staudt: Manager-Typ

Erwin Staudt hat nicht die klassische Funktionärslaufbahn im Fußball bestritten, sondern wurde als Seiteneinsteiger 2003 Präsident des Bundesligisten VfB Stuttgart. Der frühere IBM-Manager aus Leonberg setzte bei den Schwaben den aufwendigen Stadionumbau durch, ließ die Mitgliederzahlen geradezu explodieren und verdoppelte im Laufe seiner Amtszeit (bis 2011) den Umsatz.

Der 63-Jährige feierte 2007 mit dem VfB die deutsche Meisterschaft. Staudt verschliss aber auch sieben Trainer, darunter den so stolz präsentierten Giovanni Trapattoni. Der Diplom-Betriebswirt sitzt im Aufsichtsrat der Deutschen Fußball Liga, hat sich aber bundesweit bisher selten profilieren können.

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