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Titel, Traumtor, Rekord: Fortuna setzt Maßstäbe

Duisburg (dpa) - 06.12.2011, 10:48 Uhr

Die Düsseldorfer Spieler feiern die Herbstmeisterschaft. Foto: Fabian Stratenschulte
Die Düsseldorfer Spieler feiern die Herbstmeisterschaft. Foto: Fabian Stratenschulte

Titel, Traumtor und Rekord: Fortuna Düsseldorf ist in der 2. Fußball-Bundesliga nicht zu stoppen und setzt Maßstäbe. «Das war die Krönung einer großartigen Hinrunde», sagte Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg der Düsseldorfer beim MSV Duisburg.

Die damit verbundene Herbstmeisterschaft wollten die Fortuna-Profis aber nur im Stillen feiern. «Super, das ist mein erster Titel», sagte Stürmer Maximilian Beister zwar mit strahlender Miene, doch Trainer Norbert Meier rückte die Verhältnisse direkt zurecht: «Die Herbstmeisterschaft ist ohne Bedeutung.»

Viel lieber mahnte Meier vor den anstehenden Aufgaben: Am Samstag tritt die Fortuna zum Rückrunden-Start beim VfL Bochum an. «Zurücklehnen können wir uns maximal von zwölf bis zwei in der Nacht. Wir haben uns den Erfolg hart erarbeitet und noch viele schwierige Spiele vor der Brust», meinte der Coach.

Seit 24 Ligaspielen ist die Fortuna saisonübergreifend ungeschlagen und sammelte mit 41 Punkten so viele Hinrunden-Zähler wie noch keine Zweitliga-Mannschaft seit Einführung der Drei-Punkte-Regel (1995). «Das ist schon eine schöne Sache. Wir laufen ja nicht mit Scheuklappen durch die Gegend, sondern freuen uns über diesen Rekord», sagte Verteidiger Langeneke. Mehr soll es für den Moment aber nicht sein. «Die Superlative können wir uns für den nächsten Mai aufheben», meinte Langeneke in Hinblick auf die anvisierte Aufstiegsfeier, die dann in Düsseldorf steigen soll.

Die bislang letzte Niederlage hatte die Fortuna in der vergangenen Saison am 18. März ausgerechnet in Duisburg (0:1) kassiert. Das seitdem gewonnene Selbstbewusstsein sieht man den Spielern an. Zwar war der MSV diesmal im ersten Abschnitt ebenbürtig, doch als die geduldigen Gäste vor 23 117 Zuschauern nach der Pause einen Gang hoch schalteten, fielen die verdienten Treffer. «Wir hätten schon im ersten Durchgang dominanter auftreten können, aber es ist ja auch ganz gut zu wissen, dass wir noch Luft nach oben haben», meinte Rösler. Dies ist nach Ansicht von Meier auch wichtig: «Wir haben zwar 41 Punkte, aber hinter uns stehen vier Mannschaften, die ganz dicht dabei sind.»


Wie aus einem Guss traten die Düsseldorfer beim Niederrhein-Rivalen auf und machten mit einem Doppelschlag alles klar. Dem 1:0 durch den Foulelfmeter von Jens Langeneke (57. Minute) ließ Sascha Rösler (59.) am Montagabend ein Traumtor folgen. Mit Vollspann schlenzte er den Ball von der Strafraumkante über MSV-Keeper Felix Wiedwald in den Winkel. «Das war so geplant. Als die Kugel den Fuß verließ, wusste ich, dass es passt», erklärte Rösler.

Ordentlich gespielt und verdient verloren hatten die Duisburger. Der MSV versäumte es, einen großen Schritt aus der Abstiegszone zu machen. «Ich bin aber nicht unzufrieden. Wir konnten mithalten, uns haben nur der finale Pass und der Mut vor dem Tor gefehlt», sagte MSV-Coach Oliver Reck. Am Freitag gegen den Karlsruher SC soll der Sieg nachgeholt werden. Gemeinsam mit Norbert Meier feierte Reck 1988 im Dress von Werder Bremen die deutsche Meisterschaft. Jetzt hat der frühere Torwart andere Ziele: «Wenn wir zum Saisonabschluss Zehnter sind, ist das wie ein Titel.»

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