Heynckes rotiert - Schweinsteiger-Comeback 2011?
München (dpa) - 05.12.2011, 16:05 Uhr
Bayern-Stürmer Ivica Olic darf in Manchester von Anfang an ran. Foto: Frank Leonhardt
Jupp Heynckes lässt die Bayern rotieren. Nach dem vorzeitigen Einzug des deutschen Fußball-Rekordmeisters in das Achtelfinale der Champions League wird der Münchner Trainer im letzten Gruppenspiel beim englischen Topclub Manchester City einige personelle Umstellungen vornehmen. Der Bayern-Trainer kündigte bereits an, dass die Offensivspieler Arjen Robben und Ivica Olic am Mittwoch «von Beginn spielen» sollen. Heynckes könnte nach dem vorzeitigen Gruppensieg einige hochbelastete Akteure schonen, zumal Stammkräfte wie Thomas Müller, Toni Kroos und Daniel van Buyten auch noch gesundheitlich leicht angeschlagen sind. Müller klagte am Montag noch über «ein bisschen Schnupfen», auch van Buyten fühlte sich nach einem Magen-Darm-Infekt noch nicht wieder bei «vollen Kräften».
Auch wenn es für die Bayern im Gegensatz zum Tabellendritten Manchester City sportlich um nichts mehr geht, werde man die Aufgabe seriös angehen, wie Nationalspieler Müller am Montag versicherte: «Das wird keine Kaffeefahrt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir da mit einer laschen Einstellung rangehen.» In Manchester wird auch Nationalspieler Bastian Schweinsteiger weiterhin fehlen, ebenso im Bundesligaspiel beim VfB Stuttgart am kommenden Sonntag. Allerdings soll der Mittelfeldchef noch in diesem Jahr sein Comeback feiern. Heynckes sagte im «Kicker», dass er zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde gegen den 1. FC Köln wieder mit Schweinsteiger «rechne». |
Bis zum Heimspiel am 16. Dezember wären sechs Wochen seit dem Schlüsselbeinbruch vergangen, den sich Schweinsteiger am 2. November beim 3:2-Sieg der Bayern im Champions-League-Heimspiel gegen den SSC Neapel zugezogen hatte. Der 27-Jährige selbst betonte jedoch, dass er bei der auch von ihm angestrebten raschen Rückkehr nichts überstürzen werde. «Ob es vor der Winterpause noch mit einem Einsatz klappt, weiß ich nicht. Wir wollen kein Risiko eingehen», sagte er am Wochenende beim Adventsbesuch eines Bayern-Fanclubs in Hamburg. «Wenn nur ein Prozent Risikofaktor da ist, werde ich auch nicht spielen und erst in der Rückrunde angreifen», betonte Schweinsteiger auch in einem Interview auf der DFB-Homepage. Ihm war bei einer Operation in der Nacht nach der Verletzung eine Platte an der rechten Schulter eingesetzt worden. Damit kann der Knochen rascher heilen. Der schmerzlich vermisste Mittelfeld-Stratege befindet sich bereits wieder im Balltraining. In dieser Woche, wenn das Profi-Team in Manchester ist, soll er bei den Bayern-Amateuren trainieren. Optimistisch äußerte sich auch Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger: «Es liegt im Bereich des Möglichen, dass er noch die letzten ein, zwei Spiele macht», sagte Nerlinger der «Bild»-Zeitung. Nach dem Punktspiel gegen Köln müssen die Bayern am 20. Dezember noch im DFB-Pokal-Achtelfinale beim Zweitligisten VfL Bochum antreten. Anschließend beginnt die Winterpause.
Interview DFB-Homepage
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