England droht Desaster in der Champions League
London (dpa) - 05.12.2011, 14:13 Uhr
Chelsea-Coach André Villas-Boas steht gehörig unter Druck. Foto: Federico Gambarini
Drei hoch gehandelten englischen Fußballclubs droht in der Champions League der Absturz. Der FC Chelsea, Premier-League-Primus Manchester City und Lokalrivale und Vorjahresfinalist Manchester United müssen zittern. Geht im Gruppenfinale am Dienstag und Mittwoch alles schief, ist der peinliche Abstieg in die ungeliebte Europa League besiegelt. Vom Insel-Quartett steht lediglich Borussia Dortmunds Gruppengegner FC Arsenal schon im Achtelfinale und kann sicher in der europäischen «Königsklasse» überwintern. Auch im UEFA-Cup-Nachfolgewettbewerb sieht es für das Mutterland des Fußballs mau aus: Tottenham Hotspur und Birmingham City haben nur noch vage Chancen; lediglich Stoke City mit dem deutschen Nationalspieler Robert Huth ist schon in der nächsten Runde.
In der «Königsklasse» geht es für Bayer Leverkusens Gruppengegner FC Chelsea um die Wurst. Die «Blues» benötigen am Dienstag gegen den FC Valencia einen Sieg oder ein torloses Unentschieden, um das Achtelfinal-Ticket zu buchen. Der Druck auf den für 15 Millionen Euro vom FC Porto geholten Trainer André Villas-Boas ist riesig. «Chelsea hat für Villas-Boas sicher nicht die Rekord-Ablöse gezahlt, um den Ligapokal zu gewinnen», schrieb der «Daily Mirror» mit bitterer Ironie. «Die Pleite im Carling Cup gegen Liverpool hat Chelsea dann so gut geschmeckt wie ein warmes Bier, aber in der Champions League zu scheitern, ist eine andere Sache.» Manchester United plagen in Gruppe C vor dem entscheidenden Duell beim FC Basel am Mittwoch Verletzungssorgen. Nach der Knöchelblessur von Stürmerstar Javier Hernandez im Liga-Spiel bei Aston Villa (1:0) rückt bei den «Red Devils» ein alter Bekannter aus der Fußball-Bundesliga in den Fokus: Der Bulgare Dimitar Berbatow. Der Ex-Leverkusener soll United im St. Jakob-Park in die nächste Runde schießen. Manchesters Trainerveteran Sir Alex Ferguson bleibt trotz der angespannten Lage cool: «Wir haben momentan etwas Verletzungspech, aber unser Kader ist stark genug.» Bei einer Niederlage wäre «ManU» draußen. |