Kießlings Sturmpartner Derdiyok setzte seinen tollen Torlauf fort. In der 6. Minute scheiterte der Dreifachtorschütze der Vorwoche noch an 1899-Torwart Tom Starke, vier Minuten später nutzte er einen unglücklichen Abklatscher des Keepers nach einem strammen 22-Meter-Freistoß von André Schürrle per Kopfball zur Führung. Eine hervorragende Chance zum zweiten Leverkusener Tor vergab Sam (32.), der einen Konter bei 4:2-Überzahl eigensinnig abschloss. Im Gegenzug bot sich 1899 durch Peniel Mlapa und Ryan Babel eine erste Gelegenheit. Mlapa (39.) fand kurz darauf in Bayer-Schlussmann Bernd Leno seinen Meister, der zwei Tage nach seinem endgültigen Transfer von Stuttgart nach Leverkusen gewohnt sicher agierte. «Das ist ein sehr durchschnittliches Bundesliga-Spiel», zog Bayer-Sportdirektor Rudi Völler eine realistische Halbzeitbilanz. Auch in der zweiten Halbzeit beschränkte sich Leverkusen auf eine effektive Ergebnisverwaltung. Schürrle vergab in der 56. Minute nach einem sehenswerten Angriff. Hoffenheim fehlten die spielerischen Mittel und auch der unbedingte Wille war nicht erkennbar. Als Mlapa (69.) einen gefährlichen Kopfball ansetzte, klärte Michael Ballack kurz vor seiner Auswechslung zum Eckball. Auch ohne seinen Kapitän geriet Bayer nicht mehr in Gefahr. Sams feiner Lupfer zum 2:0 brachte die Entscheidung.
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