Heynckes hatte die Fähigkeiten Schweinsteigers schon bei seinem Amtsantritt angepriesen; und seitdem immer wieder. «Es ist kein Geheimnis, dass Bastian Schweinsteiger in den letzten Wochen die spielbestimmende Person im Mittelfeld war, dass er strategische Fähigkeiten besitzt, dass er weiß, wann er das Spiel beruhigen muss, schneller machen oder es verlagern muss», sagte der Bayern-Coach über seinen Taktgeber. Das bescheinigte auch Bundestrainer Joachim Löw dem «emotionalen Leader». Anders als dem FC Bayern, der ohne Schweinsteiger zwei von drei Liga-Spielen verlor, aber in der Königsklasse gegen Villarreal gewann, gelang es der DFB-Elf beim 3:0 gegen Holland, den Ausfall zu kompensieren. «Natürlich ist Bastian Schweinsteiger eine große Führungspersönlichkeit. Er hat eine unglaublich gute Entwicklung genommen seit 2008», lobte Löw. Bayern- und Auswahlkollege Toni Kroos warnte wie van Buyten allerdings, verlorene Spiele wie das gegen Mainz nur am Ausfall des Spielpartners festzumachen. «Natürlich ist Basti wichtig für uns. Aber für die Spiele in der Bundesliga haben wir immer noch die beste Mannschaft. Das kann keine Ausrede sein», mahnte der 21-Jährige. Allerdings ist es eine Erklärung - findet der ehemalige Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld. «Es gibt Schlüsselspieler, wenn die ausfallen, hat man ein Problem», sagte Hitzfeld. Schweinsteiger habe sich enorm entwickelt und sei eine große Persönlichkeit. «Er ist das Gehirn der Mannschaft. Er kann den Rhythmus drosseln, er kann den Rhythmus erhöhen, er hat einen Torinstinkt, er hat hohe Spielintelligenz.» Vielleicht kommen diese Fähigkeiten ja doch noch in diesem Jahr, etwa im letzten Bundesligaspiel des deutschen Rekordmeisters vor der Winterpause am 16. Dezember gegen den 1. FC Köln oder vier Tage später im DFB-Pokal-Achtelfinale beim Zweitligisten VfL Bochum und nicht erst im neuen Jahr zum Tragen.
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