Bye-Bye Beckham: Superstar will Happy End in USA
Los Angeles (dpa) - 18.11.2011, 10:19 Uhr
David Beckham schließt sein Kapitel bei Los Angeles Galaxy. Foto: Justin Lane
Der große Fußball-Entertainer betritt ein letzten Mal Amerikas Showbühne, David Beckham sagt am Sonntag «Bye-Bye». Das Finale der Major League Soccer (MLS) im heimischen Stadion gegen Houston Dynamo wird für den Superstar der Los Angeles Galaxy aller Voraussicht nach zur Abschiedsvorstellung in Übersee: sein Fünf-Jahres-Vertrag läuft aus. «Ich würde es noch einmal machen. Es gibt nicht eine Sache, die ich bereue», betont Beckham. «Er hat unvorstellbar viel für den amerikanischen Fußball geleistet», meint US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann. MLS-Boss Don Garber sagt mit überzeugter Stimme, dass die «Liga ohne ihn nicht da wäre, wo sie heute ist». Trotz des Lobes: Über seine Zukunftspläne hält sich Beckham bedeckt. Der 36-Jährige hat lukrative Angebote aus Europa, vor allem von Paris St. Germain.
Doch es gibt auch Kritiker, die das Beckham-Experiment als gescheitert ansehen. «Was für eine Verschwendung. 250 Millionen Dollar in fünf Jahren - wofür?», fragt die «Los Angeles Times». Denn der Engländer absolvierte aufgrund von Verletzungen und Gastspielen beim AC Mailand nur 84 der insgesamt 152 Partien. Dabei verdiente er 595 238 Dollar pro Match oder 118,76 Dollar pro Sekunde. Sportlich hingegen steht bislang die Null - Galaxy und sein Glamour-Boy warten immer noch auf den ersten gemeinsamen Titel. Als «Becks» am 11. Januar 2007 seinen Mega-Deal unterzeichnete, der ihm inklusive Einnahmen aus Trikot- und Ticketverkauf bis zu 250 Millionen Dollar einbringen sollte, verkaufte Galaxy prompt 7000 neue Dauerkarten. Konfetti füllte den blauen Himmel, als der damalige Galaxy-Präsident Alexi Lalas den «besten Fußballspieler des Planeten» präsentierte. Beim Beckham-Debüt am 21. Juli 2007 im Freundschaftsspiel gegen den FC Chelsea drängten sich neben Promis wie Arnold Schwarzenegger, Wayne Gretzky und Katie Holmes auch Paparazzi ins Stadion. Soccer war plötzlich sexy - ausgerechnet vor den Toren Hollywoods. |