In insgesamt 1409 Spielen unter Fergusons Regie ging United 836 Mal als Sieger vom Platz und verlor lediglich 247 Partien. Mit seinem beispiellosen Gespür für Talente beeinflusste Ferguson den Lebensweg vieler Spieler. Zu seinen prominentesten Schützlingen gehören David Beckham, Ryan Giggs, Cristiano Ronaldo und Wayne Rooney. «Ferguson verdanke ich alles», sagte Beckham dem «Daily Mirror». «Meinen ersten Vertrag bei Manchester United unterschrieb ich an meinem 14. Geburtstag in seinem Büro. Die Torte brachte Ferguson mit.» Der 1999 in den Adelsstand erhobene Arbeitersohn aus Glasgow versteht sich auch auf den Umgang mit Problemkickern wie dem unberechenbaren Franzosen Eric Cantona oder dem irischen Rabauken Roy Keane. Den rauen Ton von Ferguson - seine lautstarken Brüllattacken gegen die eigenen Spieler brachten ihn den Spitznamen «Fön» ein - spürten auch Musterschüler wie Beckham. Im Februar 2003 trat der Trainer wütend einen Fußballschuh an Beckhams Kopf. Das Foto mit der bepflasterter Augenbraue des Superstars ging um die Welt. Ferguson fordert absolute Disziplin - ist aber auch für Scherze gut. In der United-Kantine empfahl er seinem Trainerkollegen Alan Pardew mit bierernster Miene, Salz in den Haferbrei zu rühren. Neben dem Fußball gilt Fergusons Leidenschaft dem Pferdesport. Er besitzt mehrere Rennpferde. «Die Pferde bringen Alex auf andere Gedanken», weiß Rennsporttrainer Paul Nicholls, «nach dem Aus in der Champions League im Vorjahr gegen Bayern war er erst ansprechbar, als sein Pferd What A Friend ein wichtiges Rennen gewonnen hat.» Ans Aufhören denkt der Jubilar nicht: «Ich mache so lange weiter, wie ich mich fit fühle, und wenn ich morgen aufhöre, schmeißt mich meine Frau Cathy raus.»
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