In Lucien Favre steht ein weiterer «Rückkehrer» am Wochenende im Mittelpunkt des Interesses. «Es war eine fantastische Zeit, die Stadt, der Verein, die Erfolge. Aber jetzt bin ich Trainer in Mönchengladbach, das ist die größte Herausforderung für mich», sagte der Borussen-Coach vor dem Duell bei Hertha BSC. Der in Gladbach wegen des furiosen Aufschwungs gefeierte Schweizer hatte 2009 in Berlin nach 27 Monaten den Laufpass erhalten. Der Groll des Fußball-Lehrers über seinen unschönen Abschied aus Berlin ist verflogen. «Ich freue mich darauf, wieder nach Berlin zu kommen und dort viele Leute zu treffen, die ich aus meiner Zeit bei Hertha kenne», sagte Favre vor seinem ersten Aufeinandertreffen mit dem einstigen Arbeitgeber. Und auch bei Hertha-Manager Michael Preetz stehen die Zeichen auf Versöhnung. «Ich werde ihm im Stadion die Hand geben und ihn begrüßen», kündigte er via «B.Z.» an. Anders als Bayern (25 Zähler), Schalke (21) und Mönchengladbach (20) treten Dortmund (20) und Bremen (20) vor heimischer Kulisse an. Diesen Vorteil wollen die beiden Verfolger nutzen, um sich in oberen Tabellenregionen zu etablieren. Nach dem 1:0 in der Champions League über Piräus legte sich beim BVB die Aufregung über die angeblichen Wechselgelüste von Jungstar Mario Götze. Trainer Jürgen Klopp reagierte vor dem Spiel gegen Wolfsburg gelassen auf entsprechende Medienberichte: «Wir wissen von Mario und seinem Berater, dass sie keinen Gedanken an einen Wechsel verschwenden.» Die punktgleichen Bremer könnten mit einem Heimsieg über den 1. FC Köln Boden gutmachen. Zur Freude von Trainer Thomas Schaaf steht Claudio Pizarro zur Verfügung. Der wichtigste Werder-Angreifer, der sich beim Sieg in Mainz am Fuß verletzt hatte, konnte am Donnerstag erstmals in dieser Woche mit der Mannschaft trainieren.
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