Gomez-Show gegen Neapel: Bayern vor Achtelfinale
München (dpa) - 02.11.2011, 23:40 Uhr
Mit seinen drei Toren ist Mario Gomez nun bester deutscher Torschütze in der Champions League. Foto: Peter Kneffel
Grande Gomez! Angeführt von «Tormaschine» Mario Gomez haben die Bayern gegen den SSC Neapel den Einzug ins Achtelfinale der Champions League mit einem 3:2 (3:1) praktisch perfekt gemacht. Mit seinem lupenreinen Hattrick (17./23./42. Minute) war der Fußball-Nationalstürmer der überragende Akteur vor 66 000 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena. Die Kopfballtore von Federico Fernández (45./79.) waren lediglich Schönheitsfehler beim 200. Europacupsieg des FC Bayern, der die Sehnsucht auf ein Heimfinale 2012 schürte. Arg getrübt wurde die Freude indes durch die Schulterverletzung von Bastian Schweinsteiger, der sechs Minuten nach der Pause vom Feld musste. Eine erste Diagnose im Krankenhaus ergab nach Clubangaben einen Schlüsselbeinbruch bei dem Nationalspieler, der voraussichtlich vier bis sechs Wochen pausieren muss. In der 77. Minute erhielt Holger Badstuber wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot. Sieben Minuten zuvor hatte Neapels Camilo Zuniga wegen eines Tritts gegen Franck Ribéry ebenfalls die Ampelkarte gesehen.
«Wir haben das erreicht, was wir wollten. Wir haben zehn Punkte und können gegen Villarreal alles klar machen», bilanzierte Thomas Müller zufrieden, schränkte aber zugleich ein: «Über die zweite Halbzeit müssen wir nochmal reden. Da waren wir im Mittelfeld zu unbeweglich.» 45 Minuten lang hatten die Münchner Traumfußball geboten. «Wir haben eine berauschende erste Halbzeit gespielt und den Ball sehr gut laufen lassen», meinte Dreifach-Schütze Gomez. Ohne Taktgeber Schweinsteiger kam allerdings ein Bruch ins Spiel der Münchner, deren Angriffsmotor nach der Pause längst nicht mehr so schwungvoll lief. «Seine Verletzung trifft uns, denn er ist im Moment in einer hervorragenden Form», bedauerte Trainer Jupp Heynckes den Ausfall. Nach dem zweiten Gegentreffer durch Fernandez mussten die Bayern in der Schlussphase sogar noch einmal zittern. |