«Ich habe von der Beziehung Amerell und Kempter nichts geahnt, hätte sie auch nicht für möglich gehalten. Ich war damals für das Schiedsrichterwesen nicht unmittelbar zuständig, dieser Bereich war dem DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch zugeordnet. Ich sehe in dieser Beziehung von Amerell zu jungen Schiedsrichtern und in der Tatsache, dass diese nicht bemerkt wurde, den eigentlichen Skandal», erklärte Zwanziger. In der neuen Ausgabe der «Sport Bild» legte der DFB-Präsident nach: «Das ist ein sehr schlimmer Schiedsrichter-Skandal. Gerade auch deshalb, weil keiner aus dem Umfeld gemerkt hat oder merken wollte, dass sich hier sexuelle Beziehungen ergeben haben könnten, die aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses für den Schiedsrichter-Obmann eine Amtspflichtverletzung darstellten», wird Zwanziger zitiert. Koch seinerseits hatte in seiner Funktion als DFB-Verantwortlicher fürs Schiedsrichterwesen «fehlende frühzeitige Informationen» in der Causa Amerell beklagt und seinen Posten im Februar 2010 abgegeben. Der «Sport Bild» erklärte er zu den Gründen für sein Treffen mit Amerell: «Eine Kurzschlussreaktion von Herrn Amerell kann nur durch Kommunikation verhindert werden.»
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