Löw sieht zu: Mertesacker patzt bei Arsenal-Gala
London (dpa) - 30.10.2011, 14:00 Uhr
Arsenals Per Mertesacker glänzte nicht mit Einsatz . Foto: Rolf Vennenbernd.
Auch der Besuch von Bundestrainer Joachim Löw und Co-Trainer Hansi Flick konnte Per Mertesacker nicht beflügeln. Der deutsche Fußball-Nationalspieler gehörte bei der 5:3 (1:2)-Gala des FC Arsenal beim FC Chelsea zu den schwächeren Akteuren im Team der «Gunners». Bei den Gegentreffern durch Frank Lampard (14.) und John Terry (45.) leistete sich der Innenverteidiger im Stadion an der Stamford Bridge schwere Stellungsfehler. Trotz dieser Patzer zweifelt Arsenals Trainer Arsene Wenger mit Blick auf das Champions-League-Spiel gegen Olympique Marseille nicht an seinem neuen Abwehrchef. «Per ist ein guter Organisator», sagte der Franzose der Zeitung «Daily Star», obwohl er «keine lange Saison-Vorbereitung hatte, wird er physisch von Spiel zu Spiel stärker». Mit einem Heimerfolg gegen Marseille kann sich der Champions-League-Gruppengegner von Borussia Dortmund bereits für das Achtelfinale qualifizieren. «Ich bin zuversichtlich, dass wir uns in der Champions League durchsetzen werden», erklärte Mertesacker, «aber auch in der Liga wollen wir unbedingt unter die ersten Vier zurück.»
Mit nunmehr 16 Zählern aus zehn Spielen hat Arsenal auf Rang sieben Tuchfühlung zu den Champions-League-Rängen. «Wenger hat die richtige Mischung wiederentdeckt», befand «The Independent». Beim Offensiv-Feuerwerk gegen Chelsea hatte Arsenal in Robin van Persie seinen überragenden Vollstrecker. Der Niederländer traf dreimal (36./85./90. + 2). Van Persie verbesserte seine Traumquote im Jahr 2011 auf 28 Treffer in 27 Premier-League-Spielen. «Ein ganz großer Sieg für uns», sagte er, «wir haben hart gekämpft und Charakter gezeigt, und deshalb waren wir am Ende auch sehr glücklich.» Tragische Figur bei den «Blues» vom FC Chelsea war Kapitän John Terry. Der Abwehrchef der Londoner war unter der Woche nach angeblichen rassistischen Äußerungen gegen Queens Parks Anton Ferdinand in die Schlagzeilen geraten. Für neuen Wirbel im «Fall Terry» sorgte «ManU»-Abwehrchef Rio Ferdinand. Der 32-Jährige ergriff am Sonntag Partei für seinen jüngeren Bruder Anton: «Ich denke, dass es sich um offenkundig rassistische Äußerungen handelt», wird Ferdinand von der «Daily Mail» zitiert. |