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Kulturpreis für Kicker-Legende Bobby Charlton

Nürnberg (dpa) - 28.10.2011, 21:10 Uhr

Sir Bobby Charlton spricht in Nürnberg während eines Interviews. Foto: Daniel Karmann
Sir Bobby Charlton spricht in Nürnberg während eines Interviews. Foto: Daniel Karmann

Die britische Kicker-Legende Bobby Charlton (74) ist mit dem Deutschen Kulturpreis der Akademie für Fußballkultur ausgezeichnet worden. Charlton nahm die Auszeichnung bei einer Gala in Nürnberg entgegen.

Die mit 10 000 Euro dotierte Ehrung erinnert an den Gründer des Sportmagazins «kicker», Walther Bensemann. Frühere Preisträger sind unter anderem Franz Beckenbauer, César Luis Menotti und Otto Rehhagel.

Charlton gehörte zu jenem Team, das bei der Weltmeisterschaft 1966 im Endspiel von Wembley die deutsche Nationalelf schlug. Für Manchester United absolvierte der heute 74-Jährige 758 Spiele. Charlton habe große Qualitäten als Mensch und als Sportsmann, urteilte die Jury in Nürnberg. Sein Coach Matt Busby habe ihn einst als Englands populärsten Fußballer aller Zeiten charakterisiert. Dennoch habe sich Charlton nie in die erste Reihe gedrängt. Charlton verkörpere Bescheidenheit, Loyalität und Fairness.

Dabei war Charltons Karriere gleich zu Beginn überschattet: Charlton gehörte zu Manchesters hoffnungsvoller Mannschaft; die «Busby Babes» galten als hoch talentierte junge Truppe. Am 6. Februar 1958 jedoch verunglückte in München das Flugzeug mit der Mannschaft an Bord. Acht «ManU»-Spieler starben, insgesamt gab es 23 Todesopfer. Charlton überlebte.

Den Preis für die beste Fan-Choreographie des Jahres geht in diesem Jahr an Anhänger des 1. FC Kaiserslautern. Diese hatten im November 2010 zum 90. Geburtstag von Fritz Walter von der Westtribüne eine riesige Figur des 1954er-WM-Helden in den Fußballhimmel aufsteigen lassen.


Zum Fußballbuch des Jahres kürte eine zwölfköpfige Jury den Titel «Der FC Bayern und seine Juden» von Dietrich Schulze-Marmeling. Das Siegerbuch zeichnet den Werdegang des heute bedeutendsten Fußballvereins nach. Der Autor erinnert dabei auch daran, dass zu den Gründungsvätern und treibenden Kräften des Vereins viele Juden gehört hatten, wie der damalige Vereinspräsident Kurt Landauer.

Der Fußballbildungspreis ging an die für Kinder von 4 bis 14 Jahren konzipierte Ausstellung «Bleib am Ball» in Hannover.

Weitere Infos zum Preis

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