Top-Duell zwischen VfB und BVB - Derby in München
Düsseldorf (dpa) - 28.10.2011, 13:08 Uhr
Die Dortmunder um Mario Götze, Ivan Perisic und Robert Lewandowski (l-r) sind gut in Form. Foto: Kevin Kurek
Der Titelverteidiger greift den Rekordmeister an. Setzt Borussia Dortmund seine Erfolgsserie von vier Siegen bei 13:1 Toren auch in der Top-Begegnung des elften Spieltags der Fußball-Bundesliga beim VfB Stuttgart fort, kann der BVB zu Tabellenführer Bayern München aufschließen. Voraussetzung ist allerdings eine Niederlage der Elf von Cheftrainer Jupp Heynckes im bayerisch-fränkischen Duell gegen den 1. FC Nürnberg. «Für uns zählen nur drei Punkte», sagte Bayern-Verteidiger Philipp Lahm. Die Statistik vor dem 183. Derby spricht klar für die Münchner: Der letzte von drei «Club»-Erfolgen in der Landeshauptstadt liegt fast 20 Jahre zurück (3:1 am 28. März 1992). «Auch bei den Bayern ist was drin», meinte Nürnbergs U 21-Nationalspieler Alexander Esswein nach dem Einzug in das Achtelfinale des DFB-Pokals kess. Die Erstligisten tankten im Cup-Wettbewerb Selbstvertrauen. Die Bayern (6:0 gegen Ingolstadt), der BVB (2:0 gegen Dresden) und der VfB (3:0 gegen den FSV Frankfurt) blieben ungefährdet. «Es hat sich alles wieder beruhigt», kommentierte BVB-Coach Jürgen Klopp die kurzzeitige Aufregung in Dortmund nach den Niederlagen gegen Hertha BSC und Hannover 96.
In Stuttgart freut sich VfB-Trainer Bruno Labbadia auf ein «Topspiel» gegen den Meister, der bei seinem letzten Auftritt im Schwabenland (3:1 am 29. August 2010) problemlos siegte. Labbadia bekannte frank und frei, dass die Klopp-Elf dem zu Hause wankelmütigen VfB «noch ein Stück voraus ist». Indiz hierfür: Jedem Heimsieg der Labbadia-Elf folgte prompt eine Niederlage vor eigenem Publikum. Die Verhältnisse sind indes anders als nach dem zehnten Spieltag der vergangenen Saison: Der BVB hatte die Top-Position inne, die Bayern (Siebter) und Stuttgart (16.) lagen weit hinter ihren Erwartungen zurück. Der FSV Mainz 05 war damals Zweiter, wartet nun jedoch vor dem Aufeinandertreffen gegen die dreimal nacheinander erfolglose Elf von Werder Bremen schon seit dem zweiten Spieltag auf einen Sieg. Fünf Heimniederlagen nacheinander wären Erstliga-Negativrekord für das Team von Thomas Tuchel. |