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Fürth verteidigt Spitzenplatz in 2. Liga

München (dpa) - 18.09.2011, 16:01 Uhr

Aachens Torwart David Hohs (u) und Timo Achenbach (l) retten gegen Fürths Sercan Sararer.
Aachens Torwart David Hohs (u) und Timo Achenbach (l) retten gegen Fürths Sercan Sararer.

Greuther Fürth bleibt trotz eines Strauchlers die Zweitliga-Mannschaft der Stunde - hinter den Franken formiert sich aber bereits ein Verfolgerquartett. Nach sechs Siegen am Stück musste sich die Spielvereinigung mit einem torlosen Remis bei Alemannia Aachen begnügen.

Durch Siege und jeweils vier Treffer untermauerten Fortuna Düsseldorf und Erstliga-Absteiger Eintracht Frankfurt am 8. Spieltag des Fußball-Unterhauses ihre Aufstiegsambitionen. Neuling Eintracht Braunschweig setzte seinen Höhenflug dank eines 3:1-Streiches gegen Energie Cottbus fort und rückte auf den Relegationsrang drei vor.

Weiter zu Spitzenreiter Fürth aufschließen kann der FC St. Pauli, bis dato ärgster Verfolger, im Montagsspiel beim Karlsruher SC. Auch 1860 München schnuppert nach dem 4:0 gegen den FSV Frankfurt wieder an den vorderen Plätzen. Das Trainerdebüt von Andreas Bergmann beim VfL Bochum misslang stattdessen gründlich: Der Dritte der Vorsaison kassierte mit dem Nachfolger des hinausgeworfenen Friedhelm Funkel auf der Bank die sechste Pleite im achten Spiel - ein 0:4-Debakel daheim gegen den SC Paderborn.

Fürth gab erstmals seit dem Auftaktspieltag wieder Punkte ab. Für Aufregung sorgten die Roten Karten gegen Aachens Manuel Junglas (23. Minute) und Fürths Edgar Prib (27.) wegen groben Fouls. Die Gastgeber, nach der Entlassung von Peter Hyballa interimsweise von U 23-Coach Ralf Außem betreut, hielten Fürths starke Offensive gut in Schach. Fürths Trainer Mike Büskens ärgerte sich vor allem über den Platzverweis: «Wenn das von Eddy Rot war, dann weiß ich es auch nicht», meinte er. Premiere in der Aachener Startelf feierte Ex-Nationalspieler David Odonkor.

Mit Doppelpacks zerlegten Sören Brandy (44./64.) und Nick Proschwitz (78./79.) das verunsicherte Schlusslicht Bochum. «Wir sind tief enttäuscht. Wir hatten gehofft, dass wir das ein bisschen besser auf den Platz bringen», sagte Bergmann. Aufsichtsratschef Ernst-Otto Stüber erkannte: «Man spürt, dass in der Mannschaft noch viel Verunsicherung ist.» Kapitän Christoph Dabrowski urteilte, dass der VfL «zurzeit nicht in der Lage ist, Nackenschläge zu verkraften».


In der Münchner Allianz Arena sicherten Stefan Aigner (3.), Kevin Volland (47./67.) und Eigentorschütze Alexander Huber (90./+1) den «Löwen» den Sprung auf Tabellenplatz sechs. Überragend spielte die Hoffenheimer Leihgabe Volland: «Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden», erklärte der 19-Jährige freudestrahlend.

Die Frankfurter Eintracht durfte im vierten Anlauf endlich ihren ersten Heimsieg der Saison feiern. Beim überlegenen 4:1 gegen Aufsteiger Hansa Rostock traf Stürmer-Neuzugang Mohamadou Idrissou zweimal. «Man hat gemerkt, welche Last von uns abgefallen ist», urteilte Trainer Armin Veh angesichts des mäßigen Saisonstarts. Mittelfeldspieler Sebastian Rode war schlichtweg froh, «dass wir mit dem Dreier oben dran bleiben».

Noch vor den viertplatzierten Hessen rangieren Düsseldorf (2.) und Braunschweig (3.). Die Fortuna spannte ihre Anhänger beim turbulenten 4:2 bei Erzgebirge Aue allerdings gänzlich auf die Folter: Erst verspielten die Rheinländer am Freitag eine 2:0-Führung und kassierten den Ausgleich - in den letzten sechs Minuten tüteten Assani Lukimya und Juanan dann doch noch den fünften Saisonsieg ein.

«Das war ein völlig verrücktes Fußballspiel. Zur Halbzeit hätte es eigentlich schon entschieden sein müssen», meinte Coach Norbert Meier. Weniger Probleme mit seinem Kontrahenten Energie Cottbus hatte der erstaunlich beständige Ex-Drittligist Braunschweig beim 3:1-Heimsieg am Samstag. Trainer Torsten Lieberknecht lobte im Anschluss die «leidenschaftliche Vorstellung» seiner Mannen.

Mit einem 4:2-Befreiungsschlag über Dynamo Dresden verabschiedete sich der FC Ingolstadt erstmal aus dem Tabellenkeller. Für den MSV Duisburg war das 1:1 gegen Union Berlin stattdessen zu wenig. «Die Enttäuschung ist groß. Die Spieler hätten dieses Erfolgserlebnis gebraucht, um die Köpfe frei zu bekommen», sagte Trainer Milan Sasic.

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