Fürth siegt und siegt - nur St. Pauli kann folgen
München (dpa) - 11.09.2011, 15:36 Uhr
Fin Bartels (l) und Max Kruse vom FC St. Pauli jubeln nach Kruses Führungstreffer zum 3:2.
Fürth marschiert - und allein St. Pauli kann folgen. Mit dem sechsten Sieg in Serie hat Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth seine Tabellenführung verteidigt und sich gegenüber der schwächelnden Aufstiegskonkurrenz ein kleines Polster verschafft. Nur Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli konnte den Franken am 7. Spieltag dank der tollen Aufholjagd beim 4:2 gegen den TSV 1860 München auf den Fersen bleiben. Weiter ganz unten steht Alemannia Aachen - auch mit Hoffnungsträger David Odonkor. Neuer Sieg, nächste Patzer der Konkurrenz - viel besser hätte der Spieltag für Fürths Coach Mike Büskens nicht laufen können. «Es gibt in jeder Saison eine Handvoll Spiele, die ganz besonders wichtig sind. Das war ein solches Spiel», sagte der Coach nach dem umkämpften 2:1 am Freitag gegen den MSV Duisburg. Stefan Fürstner (58. Minute) und Torjäger Christopher Nöthe (64.) trafen für die Hausherren, Jürgen Gjasula konnte nur verkürzen. «Es ist schön, dass wir unsere Serie fortführen konnten«, sagte Fürth-Profi Stephan Schröck. «Jeder von uns opfert sich von der ersten bis zur letzten Minute.»
Allein Bundesliga-Absteiger St. Pauli hält derzeit mit den Franken Schritt. Die Hanseaten ließen sich beim 4:2 (0:1) gegen 1860 München auch nicht von einem deutlichen Rückstand aus der Bahn werfen. Benjamin Lauth (44.) brachte die Gäste per Foulelfmeter in Front, Unglücksrabe Kevin Schindler erhöhte nach der Pause (47.) per Eigentor. Doch Marius Ebbers (56.), Sebastian Schachten (57.) und Max Kruse (64./74.) per Doppelpack drehten die Partie. Wie 1860 sah auch Energie Cottbus lange als sicherer Sieger aus - und als hartnäckiger Verfolger von Fürth. Doch dann vergaben die Lausitzer gegen Eintracht Frankfurt noch eine 3:1-Führung und fühlten sich nach dem 3:3 in letzter Minute wie Verlierer. «Heute hat 'Naiv' gegen 'Einfallslos' gespielt. Und 'Einfallslos' hat drei Tore geschossen», klagte Coach Claus-Dieter Wollitz. Gäste-Trainer Armin Veh durfte sich über einen glücklichen Punkt freuen, erkannte aber: «Es wird ein langer Weg.» |