DFB in schwarzen Zahlen - Frauen-WM mit Gewinn
Frankfurt/Main (dpa) - 07.09.2011, 15:01 Uhr
Theo Zwanzigers Verband steht finanziell gut da.
Schwarze Zahlen im Vorjahr, dickes Plus bei der Frauen-WM 2011: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) steht finanziell weiter glänzend da und sieht den künftigen Herausforderungen gelassen entgegen. «Der DFB ist ein Tanker und fußt auf einem soliden Zahlenwerk. Die fetten Jahre sind nicht vorbei. Aber wir müssen uns anstrengen, um das erreichte Niveau zu halten», verkündete DFB-Schatzmeister Horst R. Schmidt mit Stolz auf der Finanz-Pressekonferenz des Verbandes in Frankfurt/Main. Zwar fiel der Gewinn im Jahr 2010 mit 1,7 Millionen Euro etwas geringer aus als 2009 (2,9 Millionen Euro), Anlass zur Sorge sieht Schmidt darin jedoch nicht. «Auch für 2011 rechnen wir mit einem moderaten Überschuss», kündigte er an. Denn anders als im sportlichen Bereich war die Frauen-Weltmeisterschaft mit einem Gewinn von 6,6 Millionen Euro nach Steuern finanziell ein voller Erfolg. «Wir stehen gut da», erklärte Schmidt zufrieden.
Fünf Millionen Euro aus dem Überschuss fließen in die Förderung des Frauen- und Mädchenfußballs, eine Million Euro geht als Solidarbeitrag an den deutschen Sport und 600 000 Euro werden unter den Stadionbetreibern in den WM-Spielorten aufgeteilt. «Die Frauen-WM ist ein gutes Beispiel dafür, dass der DFB in das wirtschaftliche Risiko geht und auch bei Großereignissen keine öffentlichen Gelder bekommt», sagte Schmidt. Im Vorjahr seien die Einnahmen gegenüber 2009 um knapp 16,9 Millionen Euro auf 177,2 Millionen Euro gestiegen. Allein die Länderspiele der DFB-Auswahl erbrachten 59,2 Millionen Euro und damit ein Plus von 11,4 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr davor. «Wir hängen in hohem Maße von der Nationalmannschaft ab», betonte Schmidt. |