In Kaiserslautern erlebten fast 50 000 Besucher einen tollen Dreifach-Gomez, in Leverkusen standen Götze und Schiedsrichter Wolfgang Stark im Mittelpunkt. Dessen Platzverweise gegen Kadlec und den Dortmunder Jungstar erregten die Gemüter. BVB-Coach Jürgen Klopp schwor Stein und Bein: «Ich weiß, dass es keine Tätlichkeit von Mario war.» Der Referee bewertete die Götze-Attacke an Hanno Balitsch anders: «Götze tritt nach, trifft ihn zwar nicht, aber spuckt in Richtung Gegenspieler.» Klare Sache: Rot! Dass es zuvor den Dortmunder Mats Hummels nicht mit Gelb-Rot erwischte, nahm Stark auf seine Kappe: «Ein Fehler.» Das torlose Remis war eines der wirklich guten, weil beide Teams mit offenem Visier und taktischen Finessen um die drei Punkte rangen. Hätten nicht Bayers Schwaben-Talent Bernd Leno (Trainer Robin Dutt: «Ich weiß nicht, wo er die Ruhe hernimmt») und dessen Gegenüber Roman Weidenfeller in Weltklassemanier eine erkleckliche Anzahl von Hundertprozentigen entschärft - ein 2:2 oder 3:3 wäre sicherlich die Folge in einer hochdramatischen Auseinandersetzung gewesen. Die Wege der Aufsteiger trennen sich langsam. Neuling FC Augsburg driftet nach dem 0:1 im fränkisch-schwäbischen Derby beim 1. FC Nürnberg Richtung Abstiegsplätze, Hertha BSC feierte dank Raffael ein spätes 1:0 gegen den VfB Stuttgart. Augsburg und Felix Magaths VfL Wolfsburg sind als 16. und 15. Nachbarn - die große Magath-Shopping-Tour endete vorläufig mit einem 0:3 beim SC Freiburg, dessen neuer Trainer Marcus Sorg endlich der Erstliga-Premierenerfolg beschieden war. «Leider ist jetzt die Entwicklung eingetreten, die ich befürchtet habe. Wir haben kein Selbstvertrauen und spielen ohne Mut nach vorne», kommentierte Großeinkäufer Magath die Pleite. Werder Bremen liegt gleichauf mit den Bayern. Das 2:1 bei 1899 Hoffenheim sicherten Marko Arnautovic und der an der Weser eigentlich schon abgeschriebene Markus Rosenberg, der schon seinen dritten Treffer der 49. Bundesligaspielzeit erzielte. Unschöne Begleiterscheinung: Im Werder-Fanblock kam es zu Ausschreitungen mit 30 Leichtverletzten.
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