Streik in Spanien beendet - Kaum Hoffnung in Serie A
Rom (dpa) - 25.08.2011, 17:53 Uhr
Jose Luis Astiazaran, der Präsident des spanischen Liga-Verbandes LFP, verkündet die Einigung.
In Spanien rollt dieses Wochenende wieder der Ball, in Italien kann nur noch ein Wunder den Saisonstart retten. Während im Streit zwischen Profis und italienischer Liga am Donnerstag ein letzter Vermittlungsversuch scheiterte, beendeten die Spieler im Land des Fußball-Weltmeisters ihren Streik. Damit kann die spanische Liga mit einwöchiger Verspätung in die neue Saison starten. Ein pünktlicher Auftakt in die neue Spielzeit scheint in der Serie A so gut wie ausgeschlossen. Verbandspräsident Giancarlo Abete stellte der Liga ein Ultimatum: «Wenn von der Liga keine positive Antwort kommt, werde ich den Saisonauftakt der Serie A am Freitag verschieben.» Die Antwort von Liga-Präsident Maurizio Beretta kam postwendend: «Die Haltung der Liga hat sich nicht verändert. Es gibt keinen Verhandlungsspielraum.» Damiani Tommasi, Chef der Profigewerkschaft AIC, die mit der Serie A um neuen Lizenzspielervertrag streitet, bekräftigte: «Ohne Unterschrift wird nicht gespielt.»
In Spanien sagte die Spielergewerkschaft AFE am Donnerstag ihren Streik ab, nachdem sie von der Profi-Liga LFP eine Reihe von Zugeständnissen erhalten hatte. Nach sieben Verhandlungsrunden und einer Nachtsitzung einigten sich beide Seiten grundsätzlich darauf, dass die mehr als 200 Spieler der 1. und 2. Liga, denen die Clubs Gehaltszahlungen schulden, das ihnen zustehende Geld bekommen. «Wir sind sehr zufrieden», sagte AFE-Präsident Luis Rubiales. «Das Problem dieser 200 Fußballer ist gelöst.» Zudem erhalten Profis, die drei Monate lang kein Gehalt bekommen haben, künftig das Recht, im Schnellverfahren aus ihren Verträgen auszusteigen. Wegen des Streiks waren am vorigen Wochenende zum Saisonauftakt alle Spiele der 1. und 2. Liga abgesagt worden. Sie sollen später nachgeholt werden. Der Streik war der fünfte in der jüngeren Geschichte des spanischen Fußballs. |