Die Profigewerkschaft lehnte eine Änderung des Kontraktes ab. AIC-Chef Damiani Tommasi versicherte aber, dass «die Spieler alle ihre Steuer ordnungsgemäß zahlen». Die Clubs aber trauen ihren Spielern nicht und polemisieren. «Anstatt sich eine Yacht für zwei Millionen Euro zu kaufen, können sie ja eine für 1,95 Millionen Euro nehmen», wetterte Parmas Generalsdirektor Pietro Leonardi. Um den Steuerstreit zu entschärfen, garantierte FIGC-Chef Abete der Liga am Donnerstag sogar die Einrichtung eines Sicherungsfonds des Verbands in Höhe von 20 Millionen Euro. Der Fonds werde den Clubs die Steuern erstatten, wenn Spieler - anders als von ihrer Gewerkschaft zugesichert - diese nicht selbst entrichten. Diese Bürgschaft reichte der Liga jedoch nicht. Als weiterer Streitpunkt steht weiterhin die Trainingsfrage im Raum. Die Clubs wollen ihre Spielerkader im Training in verschiedene Gruppen aufteilen können. Die Spielergewerkschaft lehnt dies ab, weil sie eine Abschiebung in Ungnade gefallener Spieler befürchtet. Die AIC hatte seit Wochen mit einem Spielerstreik gedroht, für den Fall, dass die Liga den ausgehandelten Lizenzspielervertrag nicht unterzeichnet. Schon im vergangenen Jahr hatte sie zweimal mit Streiks geliebäugelt, dann aber doch gespielt. Zum bislang letzten Mal war es 1996 in Italien zu einem Spielerstreik in der Serie A gekommen.
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