Bayern- und Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm kann die Aufregung dagegen nicht verstehen. «Das Länderspiel stört nicht. Es ist ein Unterschied, ob es den Termin nach einer EM oder WM gibt. Jetzt ist er sinnvoll», erklärte Lahm. Die Clubs sehen das anders. So äußerte sich Borussia Dortmunds Meistertrainer Jürgen Klopp nicht gerade begeistert darüber, dass der Japaner Shinji Kagawa zu einem Länderspiel nach Südkorea fliegen musste. Für Seifert eine Partie «die die Welt nicht verändert» - im Klartext also überflüssig ist. Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) forderte daher: «Mittelfristig müssen sich die internationalen Verbände darauf einstellen, was den nationalen Ligen gut tut. Wir dürfen ja nicht vergessen, dass da nicht elf Maschinen spielen, sondern elf Menschen. Der Terminkalender muss mit mehr Weitblick und Verständnis für das Tagesgeschäft erstellt werden.» Die Stimmung bei den deutschen Vereinen ist gereizt. «Alle Clubs in Europa sind extrem unzufrieden mit dem Status quo», sagte Rummenigge, der zugleich Vorsitzender der Europäischen Clubvereinigung ECA ist. Einen Boykott schloss er zunächst aber aus. «Ich bin kein Freund davon, jemandem zu drohen.» Für Seifert wäre dies ohnehin kein probates Mittel: «Das Prinzip kann nicht sein, dass ein Verband sagt, ich spiele nicht.»
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