Allerdings war nicht nur ihm unerklärlich, wie sich der Bundesligist den Trumpf des Führungstores von Marcel Risse (31.) noch aus der Hand nehmen lassen konnte. Statt den Sack zuzumachen, kassierten die Mainzer wie im Hinspiel den Ausgleich durch Thaer Bawab (62.) und hatten vom Punkt die schlechteren Schützen. Sami Allagui und Elkin Soto versagten die Nerven. «Uns fehlen die letzten zehn Meter im Spiel. Wir müssen lernen, diese Gier, diese Konsequenz zu entwickeln, denn Tore beeinflussen ein Spiel natürlich maßgeblich. Wir kriegen einfach keine Ruhe rein und keine Erfolgserlebnisse, wenn wir uns die letzten zehn Meter so schwertun», kritisierte Tuchel. Der Erfolgscoach ist nun gefordert, die Mannschaft schnell in die Spur zu bringen, um in der Bundesliga nicht gleich unter Druck zu geraten. Denn mittlerweile prophezeien viele Experten den Mainzern eine sportlich ganz schwierige Saison. «Wir freuen uns, in dieser Serie wieder mal alle Experten zu widerlegen», konterte Heidel. Das erstmalige Scheitern einer deutschen Mannschaft in der Qualifikation der Europa League - inklusive des Vorgänger-Wettbewerbs UEFA-Cup - trifft auch die Bundesliga hart. Denn die Mainzer fehlen nun als Punktesammler für die UEFA-Fünfjahreswertung, in der sich Deutschland gerade erst den dritten Rang und damit einen vierten Startplatz für die Champions League ab der Saison 2012/13 erkämpft hat. Die Mainzer hakten dies schnell ab. «Wir müssen jetzt in der Bundesliga die Kurve kriegen», appellierte Abwehrspieler Niko Bungert an seine Mitspieler. Und Tuchel verkündete mit Blick auf den Sonntag: «Alle wissen, dass es schwer wird. Aber wir wollen gegen Leverkusen den Sieg.»
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