Nach Pokal-K.o.: Neue Kraftprobe für Braunschweig
München (dpa) - 04.08.2011, 12:34 Uhr
Die Braunschweiger Ken Reichel, Mirko Boland und Dennis Kruppke (l-r) wollen auch gegen Frankfurt jubeln.
Die Bayern waren mindestens eine Nummer zu groß für Eintracht Braunschweig, nun wartet auf das Überraschungsteam im Fußball-Alltag gleich die nächste sportliche Kraftprobe. Nach dem 0:3 gegen Manuel Neuer & Co. misst sich der mit zwei Siegen furios in die 2. Fußball-Bundesliga gestartete Aufsteiger am 7. August im eigenen Stadion mit Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt. «Nach den Bayern kommen jetzt die Bayern der 2. Liga», erklärte Mittelfeldspieler Mirko Boland voller Vorfreude. Abwehrspieler Ken Reichel ist überzeugt, dass die Pokal-Niederlage dem Tabellenführer «keinen Knacks» versetzt hat. Der in Frankfurt heiß als Neuzugang gehandelte Ex-Mainzer Aristide Bancé, der gerne nach Deutschland zurückkehren möchte, wird die Hessen auf jeden Fall noch nicht im Angriff verstärken. Eintracht-Trainer Armin Veh reist nach den bislang mäßigen Auftritten auch so skeptisch zu den Niedersachsen: «Wir waren in der Vorbereitung relativ weit, das hat mich selbst gewundert. Jetzt haben wir es ein wenig einbrechen lassen.» Wiedergutmachung ist für den Tabellenzweiten Energie Cottbus im Heimspiel gegen den TSV 1860 München angesagt. Die Lausitzer hatten sich einen peinlichen Pokal-Ausrutscher beim Viertligisten Holstein Kiel geleistet. «Jetzt müssen wir wieder aufstehen», sagte Kapitän Marc Kruska. Die Formkurve der «Löwen» ging zuletzt nach oben - insbesondere auch bei Torjäger Benjamin Lauth.
Wie Cottbus will auch Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli, der im Pokal bei Eintracht Trier gestrauchelt war, gegen Schlusslicht Alemannia Aachen zurück in die Erfolgsspur. Bei Aachen ging bislang alles schief - drei Pflichtspiele, drei Niederlagen. «Wir brauchen jetzt endlich ein Erfolgserlebnis», erklärte Trainer Peter Hyballa. Zurück in den Alltag finden muss nach seinem aufsehenerregenden 4:3-Coup gegen Bayer Leverkusen Pokalschreck Dynamo Dresden. Nach bislang nur einem Punkt in der Liga hob Dynamo-Trainer Ralf Loose warnend den Zeigefinger. «Es gibt bei allem Jubel keinen Grund abzuheben», erklärte er. Zumal die Aufgabe am Samstag bei der ambitionierten SpVgg Greuther Fürth sehr schwer werden dürfte. |