Immerhin zwölf Vereine, darunter zwei aus dem Oberhaus, müssen für die endgültige Lizenzerteilung bis Anfang Juni noch Bedingungen der DFL erfüllen. «Einige müssen etwas mehr nachbessern, andere nur feinjustieren», erklärte Seifert und ergänzte: «Die Liga kann nur die Leitplanken definieren. Wenn sich aber unterwegs einer entscheidet, so nahe an der Leitplanke zu fahren, dass es Kratzer im Lack gibt, dann wird man ihn in letzter Konsequenz nur schlecht davon abhalten können.» Als beispielgebend - sowohl sportlich als auch wirtschaftlich - bezeichnete Seifert den deutschen Meister Borussia Dortmund sowie die Bundesligaclubs FSV Mainz 05 und SC Freiburg. «Dass es gelingt, mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten am Ende der Saison dort zu stehen, hätten auch die allergrößten Experten nicht vorhergesagt», lobte er die Saison-Aufsteiger. Neben diesem Trio hätten auch die Überraschungsteams aus Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg großen Anteil daran gehabt, dass der sportliche Wettbewerb «so spannend und unvorhersehbar wie noch nie» gewesen sei. Auf der anderen Seite seien Clubs in sportliche Bedrängnis geraten, von denen dies niemand erwartet habe. «Für mich gab es in der jüngeren Geschichte der Bundesliga noch nie die Situation, dass sich derart viele Clubs mit vergleichsweise großen finanziellen Möglichkeiten in den unteren Regionen der Tabelle wiederfanden», sagte Seifert. Der Attraktivität der Bundesliga habe dies jedoch nicht geschadet - im Gegenteil. «Für den Fan war dies mit Sicherheit extrem unterhaltend. Das zeigen auch die Fernsehquoten und die Zuschauerzahlen in den Stadien», stellte Seifert zufrieden fest und fügte hinzu: «Für den einen oder anderen Club war es aber sicher die Hölle.»
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