Schiedsrichterin Inka Müller aus Stendal hat laut «Berliner Kurier» dem im Manipulations-Skandal geständigen Referee Robert Hoyzer eine Wette verdorben.
Die Unparteiische, die dem Berliner Schiedsrichter des öfteren an der Seitenlinie assistiert hat, verhinderte in der Regionalliga-Partie SC Paderborn - Chemnitzer FC (4:0) am 22. Mai 2004 einen Elfmeter. Sie zeigte Hoyzer, der schon Strafstoß für Paderborn gegeben hatte, dass das Foul außerhalb des Strafraums erfolgte. So blieb es beim 0:0 zur Pause. Nach «Kurier»-Informationen hatte es hohe Einsätze auf die Kombinations-Wette mit einer Paderborner Pausenführung und einem Paderborner Sieg gegeben.
«Ich kann und möchte mich dazu nicht äußern. Es ist ein schwebendes Verfahren. Aber es gibt TV-Bilder, die kann jeder sich anschauen und sich sein Bild machen», wird Inka Müller zitiert.
Demnach habe Hoyzer nach dem Elfmeterpfiff in der 43. Minute und der Intervention seiner Linienrichterin «plötzlich Muffensausen» gekriegt und die Entscheidung daraufhin zurückgenommen. Hoyzer habe bei seiner Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft Berlin angegeben, dass er seinen Judas-Lohn von mehreren tausend Euro zurückzahlen musste, falls eine Wette platzte, so der «Berliner Kurier» weiter. In diesem Fall ging mit Paderborns Erfolg nur Teil 2 der Wette auf.