Bei den Hausdurchsuchungen im Auftrag der Berliner Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Wettskandal im deutschen Fußball ist es zu einer Panne gekommen.
So wurde auch das Hotelzimmer des Rumänen Laurentiu-Aurelian Reghecampf in Aachen von fünf Beamten durchsucht. Wie sein Anwalt Helmut Reitz der Aachener Zeitung/Nachrichten» mitteilte, war im Durchsuchungs-Beschluss zu lesen, dass «der ehemalige Spieler vom Chemnitzer FC» im Verdacht stehe, «sich mit Ante S., Milan S. und Filip S. verbunden zu haben, um bewusst das Ergebnis von Fußballspielen, z.B. das Spiel Paderborn - Chemnitz, zu manipulieren». Das Spiel am 22. Mai 2004 endete 4:0, Schiedsrichter Robert Hoyzer verhängte damals zwei fragwürdige Elfmeter.
Reghecampf reklamiert zurecht, dass er nie für den Regionalligisten Chemnitz gespielt habe, es sich hierbei also um eine Verwechslung handeln müsse. Die Berliner Staatsanwaltschaft räumte einen Fehler ein. «Es handelt sich um einen Schreibfehler. Das ändert aber nichts an dem Tatvorwurf. Er gilt weiter als Beschuldigter», teilte Justiz-Sprecher Michael Grunwald mit.
Reghecampf, der erst in der Winterpause für eine Ablösesumme von 600 000 Euro vom FC Energie Cottbus zu Alemannia Aachen gewechselt war, hatte gleich nach dem sein Name erstmals im Zusammenhang mit dem Wettskandal genannt wurde eine Eidesstattliche Erklärung abgegeben, dass er mit den Wett- Manipulationen nichts zu tun habe. «Ich habe nichts zu verbergen. Bei mir kann alles durchsucht werden», sagte der 29-Jährige dem «Berliner Kurier». Sein Anwalt Helmut Reitz sprach hingegen von einer «skandalösen Abwicklung» der Maßnahme.