Als wäre die sportliche Situation nicht schon prekär genug, sorgen die Diskussionen um den vom Team engagierten Motivationstrainer und die «Maulwurf-Affäre» vor dem Nordderby gegen den Tabellen-Vierten Hannover 96 bei Werder für weiteren Wirbel. «Diese Indiskretion war ein krasses Fehlverhalten», klagte Clubchef Klaus Allofs. Nach dem bitteren 2:3 gegen den VfB Stuttgart erwartet Schlusslicht Borussia Mönchengladbach beim FC St. Pauli der nächste «Abstiegsgipfel». Trotz der Personalsorgen behält Trainer Michael Frontzeck die Ruhe. «Wir müssen und werden uns in das Spiel reinbeißen», versprach der Borussen-Coach, dessen Team am Millerntor heftigen Widerstand erwartet. «Wir haben die Riesenchance, uns von den Gladbachern zu distanzieren», sagte Trainer Holger Stanislawski. Auf einen Stimmungsumschwung bei Schalke 04 hofft Trainer Felix Magath. Wegen seiner umstrittenen Transferpolitik sucht er neuerdings bei «Facebook» den Dialog mit den aufgebrachten Fans. Das erste Heimtor und der erste Heimsieg in der Rückrunde gegen den SC Freiburg würden zur Beruhigung beitragen. «Natürlich spüren wir Druck. Freiburg hat bisher eine starke Saison gespielt. Trotzdem muss ein Sieg das Ziel sein. Es gibt keine Ausreden mehr», sagte Lukas Schmitz. Spannende Positionskämpfe um die Europapokalplätze sind zu erwarten. Der Zweite Bayern Leverkusen (39 Punkte/bei Eintracht Frankfurt) sowie die punktgleichen FSV Mainz 05 (37/beim 1. FC Köln) und Hannover (37/in Bremen) wollen die Bayern (36) mit Auswärtssiegen auf Abstand halten. Dahinter lauern neben Freiburg (34) auch die Hoffenheimer (32), die in München auf den Coup hoffen. Nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen ist 1899-Coach Marco Pezzaiuoli vor den Münchnern nicht bange. «Wir wollen auch dort punkten, sonst bräuchten wir gar nicht erst hinzufahren.»
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