Generell genoss der bescheidene stille Star höchste Anerkennung. «Er opfert sich für die Mannschaft auf, schaltet seine Gegenspieler aus, schaltet hervorragend von der Defensive auf die Offensive um und ist damit ein exzellenter Teamspieler, der in jedem Spiel 110 bis 120 Prozent Leistung bringt», listete Bundestrainer Berti Vogts einmal die herausragenden Qualitäten des 76-maligen Nationalspielers auf. Christoph Daum, sein Meistertrainer beim VfB Stuttgart, bezeichnete «Guido als eine Führungsfigur, wie man sie sich wünscht». Der «rote» VfB und der kleinere «blaue» Lokalrivale Kickers waren und sind die wichtigsten Vereine für Buchwald. «Das ist eine Herzensangelegenheit», versicherte der VfB-Ehrenspielführer, der seit November Präsidiumsmitglied bei den Kickers ist. «Es tut weh, wenn man sieht, wo beide stehen und was für ein Potenzial sie eigentlich haben.» Mit dem VfB, für den er 325 Bundesligapartien bestritt, holte Buchwald unter anderem zwei Meistertitel. 1992 erzielte er in Leverkusen den titelentscheidenden Treffer per Kopf selbst. Auch bei seiner einzigen Auslandsstation feierte Buchwald mit Urawa Red Diamonds als Spieler und Trainer große Erfolge. Als «Trainer des Jahres 2006» verabschiedete sich «Guido San» aus Japan. Dagegen verliefen seine Gastspiele beim Karlsruher SC als Spieler und später Sportdirektor nicht so gut. Und bei seiner bislang einzigen Trainerstation in Aachen wurde er nach mäßigem Start rausgeschmissen. «Es gab null Gründe, mich zu entlassen», kritisiert Buchwald noch heute die vom damaligen Alemannen-Manager Jörg Schmadtke betriebene Trennung. «Ich bin sehr ehrgeizig, das hat mich sehr geärgert. Ich hatte einen guten Plan.» Das Kapitel Trainer hat er deshalb noch nicht abgehakt, auch wenn es aktuell kein Thema ist. Kein Thema ist auch eine große Feier zu seinem runden Geburtstag. «Für einen Schwaben ist der 40. wichtiger als der 50. Da wird man gscheit», witzelte der in Walddorfhäslach wohnende Vorzeige-Schwabe. «Ich gehe mit der Familie essen.» Mit Ehefrau Sylvia hat er die beiden Söhne Yannik-Tobias und Julian.
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