Die Übertragungsrechte für die Auswärtsspiele der deutschen Mannschaft müssen sich die TV-Sender bei den gastgebenden Verbänden kaufen. Das erfolgt meist über Agenturen wie Sportfive, Infront oder Kentaro. In vier Jahren will die UEFA alle Qualifikationsspiele zentral vermarkten, schon im Januar soll die Entscheidung abgesegnet werden. Vorbild ist die Vermarktung von Champions League und Europa League. Bei den teilnehmenden Clubs ist der zentrale Verkauf wegen der hohen Einnahmen äußerst beliebt. Bei den Verbänden sieht das ähnlich aus. «Alle 53 Verbände sollen davon profitieren», sagt DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach. Das gilt auch für den reichen DFB. So wie die Champions-League-Vertreter der großen Länder über den Marktpool zusätzlich kassieren, so sollen auch große Verbände wie der DFB oder die englische FA mehr Geld bekommen als Föderationen wie San Marino oder Litauen. Im Unterschied zu den Clubwettbewerben soll das Sponsoring von der Zentralvermarktung der Qualifikationsspiele ausgenommen bleiben. «Das war und ist uns wichtig», erklärt Niersbach. Der DFB dürfte demnach weiter seine eigenen Werbeverträge abschließen. Und auch die Freundschaftsspiele dürften weiterhin von den nationalen Föderationen selber verkauft werden. Da Pay-TV für Länderspiele ausgeschlossen ist und die teurer werdenden Rechte für Privatsender wohl kaum zu refinanzieren sind, blieben nur ARD und ZDF als Abnehmer für die Qualifikationsspiele. Das Geld würde den öffentlich-rechtlichen Sendern, die bei den TV- Rechten sparen müssen, für kleinere Sportarten fehlen.
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