Sie sind hier: Startseite > Sonstige News > News > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
Forexhandel
Euroweb Sportförderung
 

Frühe Kapitulation: Bayern haken Titelverteidigung ab

Düsseldorf (dpa) - 05.12.2010, 17:23 Uhr

Schalkes Spieler feiern das 2:0 durch Benedikt Höwedes (2. v.r).
Schalkes Spieler feiern das 2:0 durch Benedikt Höwedes (2. v.r).

Bye, bye Bayern. Topfavorit FC Bayern München hat sich nach nur 15 Spieltagen aus dem Titelrennen in der Fußball-Bundesliga verabschiedet.

Das Statement von Philipp Lahm im Anschluss an das 0:2 beim FC Schalke 04 klang wie eine Kapitulationserklärung. «Von der Meisterschaft brauchen wir im Moment nicht mehr zu reden und sollten uns lieber auf einen Champions-League-Platz konzentrieren», bekannte der Nationalspieler. Selbst der bisherige Optimist Louis van Gaal wirkte mutlos. Auf die Frage, ob die Titelverteidigung nicht in unerreichbare Ferne gerückt sei, antwortete der Trainer: «Heute kann man das sagen. Ich glaube, dass es jetzt soweit ist.»

Mit versteinerten Mienen verfolgten die Führungskräfte Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß auf der Tribüne das Trauerspiel. Zum wiederholten Male in dieser Saison gab der deutsche Rekordmeister nach starker erster Halbzeit ein Spiel in den zweiten 45 Minuten noch aus der Hand. «Das ist in meinen Augen eine unglaubliche Niederlage», klagte van Gaal, dessen Team im fünften Auswärtsspiel in Serie ohne Sieg blieb. Auch Ehrenpräsident Franz Beckenbauer gab ein neues Saisonziel aus. «Man sollte sich auf Platz zwei konzentrieren. Dann wird der FC Bayern eben mal nicht deutscher Meister.»

Eine Weltklasse-Leistung von Manuel Neuer raubte den Bayern den Nerv. Zahlreiche Paraden dürften das Interesse der Münchner an einer Verpflichtung des Schalker Nationaltorhüters noch erhöht haben. Neuer avancierte zum Hauptdarsteller und trug dazu bei, dass die Mannschaft nur eine Woche nach der 0:5-Schlappe in Kaiserslautern wieder Frieden mit den Fans schloss. «Er ist der beste Torhüter der Welt», schwärmte Trainer Felix Magath.

Neben den Bayern verpassten auch die Mainzer die Chance, mit Spitzenreiter Dortmund halbwegs Schritt zu halten. Das 1:2 des Tabellenzweiten in Frankfurt bescherte dem BVB schon vor seinem Spiel in Nürnberg den Herbstmeistertitel. Der Elfmeterpfiff von Referee Florian Meyer in der 84. Minute nach einem angeblichen Handspiel von Jan Kirchhoff verhagelte FSV-Trainer Thomas Tuchel die Laune: «Ich habe kein TV-Bild gesehen, in dem man ein Handspiel erkennen kann.» Mit seinem bereits 13. Saisontreffer besiegelte Eintracht-Angreifer Theofanis Gekas die fünfte Saisonschlappe der Mainzer.


Dagegen konnte Bayer Leverkusen die Gunst der Stunde nutzen und bis auf einen Punkt an Mainz heranrücken. In der ausverkauften BayArena gewannen die Elf von Jupp Heynckes das tolle 51. rheinische Derby gegen den 1. FC Köln durch Tore von Patrick Helmes (21.), Tranquillo Barnetta (54.) und Stefan Reinartz (61.) knapp mit 3:2. Der Brasilianer Geromel (27.) sowie der eingewechselte Martin Lanig (65.) weckten zwischenzeitlich sogar Hoffnung auf den ersten FC-Sieg gegen Bayer seit mehr als 13 Jahren. Trotz des mutigen Auftritts bleiben die Sorgen beim von Lukas Podolski angetriebenen Vorletzten groß.

Nicht nur in Frankfurt und Leverkusen herrschte Derbystimmung. Auch in den Duellen zwischen Wolfsburg und Bremen sowie Stuttgart und Hoffenheim ging es um viel Prestige. Bei der Nullnummer in Wolfsburg sorgten vor allem zwei verschossene Elfmeter der Kapitäne Torsten Frings und Edin Dzeko für Aufregung. Nach seiner Auswechslung verweigerte Dzeko dem Wölfe-Coach Steve McClaren den Handschlag.

Im baden-württembergischen Derby kam der kriselnde VfB nicht über ein 1:1 gegen 1899 Hoffenheim hinaus. Obwohl die Schwaben nach dem Platzverweis für Isaac Vorsah 50 Minuten in Überzahl agierten, reichte es nicht zum bitter notwendigen Sieg. Deshalb muss das Team von Trainer Jens Keller weiter mit einem Platz in der Abstiegszone vorlieb nehmen. «Die Leidenzeit geht weiter. Es wird sehr lange dauern», klagte Manager Fredi Bobic.

Größtes Sorgenkind bleibt aber Borussia Mönchengladbach. Nach dem 1:2 gegen Hannover 96 rangiert der Altmeister mit nur zehn Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Dennoch weigert sich die Clubführung, mit branchenüblichen Mitteln auf die anhaltende Talfahrt zu reagieren. «Wenn es nun keine exorbitanten Ergebnisse gibt, werden wir mit Michael Frontzeck in die Rückrunde gehen», sagte Sportdirektor Max Eberl. Dagegen verbuchte Hannover den bereits vierten Sieg in Serie und darf als Vierter mehr denn je auf einen Europapokal-Platz hoffen. «Wir stehen wunderbar da», befand Trainer Mirko Slomka.

Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
05.12. 14:56 - Kapitulation: Bayern haken Titelverteidigung ab
05.12. 10:46 - Patient Ost-Fußball: Neuer Chef und kein Geld
04.12. 11:12 - Adler im Bayer-Tor - Köln hofft auf Podolski
03.12. 22:38 - St. Pauli stoppt Talfahrt - 1:0 dank FCK-Eigentor
02.12. 22:12 - Die Macht des Geldes: WM in Russland und Katar
02.12. 18:06 - Russland und Katar WM-Gastgeber 2018 und 2022
02.12. 15:30 - WM-Vergabe: England und Russen bieten Finanzkraft
02.12. 13:01 - Cool in der Kälte: Bayer weiter - Adler lahm
01.12. 18:51 - Schaulaufen für WM 2018 und 2022 - Juristin droht
01.12. 18:07 - Nach 0:5: Real bangt um Ronaldo und Higuaín
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
Fanartikel DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
fussball-im-verein.de - Spieler, Funktionäre und Fans immer am Ball
...weitere Themen

Internetagentur bigidea.de | Eishockey | primera-division.com