Dagegen konnte Bayer Leverkusen die Gunst der Stunde nutzen und bis auf einen Punkt an Mainz heranrücken. In der ausverkauften BayArena gewannen die Elf von Jupp Heynckes das tolle 51. rheinische Derby gegen den 1. FC Köln durch Tore von Patrick Helmes (21.), Tranquillo Barnetta (54.) und Stefan Reinartz (61.) knapp mit 3:2. Der Brasilianer Geromel (27.) sowie der eingewechselte Martin Lanig (65.) weckten zwischenzeitlich sogar Hoffnung auf den ersten FC-Sieg gegen Bayer seit mehr als 13 Jahren. Trotz des mutigen Auftritts bleiben die Sorgen beim von Lukas Podolski angetriebenen Vorletzten groß. Nicht nur in Frankfurt und Leverkusen herrschte Derbystimmung. Auch in den Duellen zwischen Wolfsburg und Bremen sowie Stuttgart und Hoffenheim ging es um viel Prestige. Bei der Nullnummer in Wolfsburg sorgten vor allem zwei verschossene Elfmeter der Kapitäne Torsten Frings und Edin Dzeko für Aufregung. Nach seiner Auswechslung verweigerte Dzeko dem Wölfe-Coach Steve McClaren den Handschlag. Im baden-württembergischen Derby kam der kriselnde VfB nicht über ein 1:1 gegen 1899 Hoffenheim hinaus. Obwohl die Schwaben nach dem Platzverweis für Isaac Vorsah 50 Minuten in Überzahl agierten, reichte es nicht zum bitter notwendigen Sieg. Deshalb muss das Team von Trainer Jens Keller weiter mit einem Platz in der Abstiegszone vorlieb nehmen. «Die Leidenzeit geht weiter. Es wird sehr lange dauern», klagte Manager Fredi Bobic. Größtes Sorgenkind bleibt aber Borussia Mönchengladbach. Nach dem 1:2 gegen Hannover 96 rangiert der Altmeister mit nur zehn Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Dennoch weigert sich die Clubführung, mit branchenüblichen Mitteln auf die anhaltende Talfahrt zu reagieren. «Wenn es nun keine exorbitanten Ergebnisse gibt, werden wir mit Michael Frontzeck in die Rückrunde gehen», sagte Sportdirektor Max Eberl. Dagegen verbuchte Hannover den bereits vierten Sieg in Serie und darf als Vierter mehr denn je auf einen Europapokal-Platz hoffen. «Wir stehen wunderbar da», befand Trainer Mirko Slomka.
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