Zwanziger kandidiert für FIFA - «Beste Lösung»
Frankfurt/Main (dpa) - 26.11.2010, 16:40 Uhr
DFB-Präsident Theo Zwanziger kandidiert für FIFA-Sitz.
Theo Zwanziger hat sich einen Ruck gegeben und strebt die Nachfolge von Franz Beckenbauer im Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes FIFA an. «Erklärtes Ziel für den DFB muss es sein, unsere Interessen auch weiterhin in den entscheidenden Gremien des Weltfußballs zu vertreten. Daher stelle ich mich der Wahl», sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach einer Präsidiumssitzung in Frankfurt am Main. Für seinen nächsten Karriereschritt muss Zwanziger am 22. März in Paris von den Delegierten des Kongresses der Europäischen Fußball-Union (UEFA) gewählt werden. Der FIFA-Kongress ist dann im Mai in Zürich. «Ich bin froh, dass er sich trotz der zusätzlichen Strapazen, die das Amt mit sich bringt, für eine Kandidatur entschlossen hat», sagte Beckenbauer in einer Pressemitteilung des DFB. «Theo Zwanziger ist die beste Lösung für den deutschen Fußball.»
Der «Kaiser» hatte seinen Rückzug aus privaten Gründen angekündigt. Zwanziger, der bereits in der Exekutive der UEFA sitzt, hatte es nicht zu einer Nachfolge-Kandidatur gedrängt. Alternativen taten sich jedoch nicht auf, vor allem nachdem Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge («Ich bin kein Verbandsmensch») abgewunken hatte und ebenfalls Zwanziger empfahl. «Franz Beckenbauer ist ein weltweit hoch geachteter Repräsentant des deutschen Fußballs, der diese Aufgabe in den vergangenen Jahren hervorragend ausgefüllt hat. Ich bedauere seine Entscheidung, kann sie aber nachvollziehen», sagte der 65 Jahre alte DFB-Präsident. Der Jurist aus Altendiez hatte bereits vor der Sitzung UEFA-Präsident Michel Platini und FIFA-Chef Joseph Blatter über seine Entscheidung informiert. Ligapräsident Reinhard Rauball sowie das gesamte DFB- Präsidium haben nach DFB-Angaben Zwanziger ihre Unterstützung zugesagt. |