Leipzig (dpa) - Zwei Spiele, zwei Siege, und noch ohne Gegentor: Kickers Offenbach hat in der 3. Fußball-Liga das erste Kräftemessen der Top-Favoriten gegen den SV Sandhausen mit 2:0 gewonnen.
Für den Sprung nach ganz oben reichte es für die Elf von Trainer Wolfgang Wolf nach dem 2. Spieltag aber noch nicht. «Unser Start ist geglückt, nur das zählt erstmal», kommentierte Wolf den wichtigen Auswärtserfolg. Den Vortritt mussten die Offenbacher nur der Eintracht aus Braunschweig lassen, die mit dem am Ende souveränen 3:0 beim 1. FC Saarbrücken ebenfalls blendend dasteht.
Nach dem zweiten Spieltag hat sich ein noch verlustpunktfreies Quintett an die Spitze gesetzt. Zweitliga-Absteiger Hansa Rostock siegte beim FC Rot-Weiß Erfurt mit 1:0 wie auch der SV Wehen Wiesbaden, der sich gegen Aufsteiger SV Babelsberg 03 behauptete. Einstand geglückt - Das kann auch Jahn Regensburg von sich behaupten. Nach dem klaren 3:0 im Bayern-Derby gegen die SpVgg Unterhaching haben auch die Regensburger noch eine blütenreine Weste.
Bei den ebenfalls als einer der Top-Anwärter auf den Aufstieg gehandelten Sandhausenern war die Enttäuschung hingegen groß. «Offenbach war uns körperlich überlegen, hat mit mehr Leidenschaft gespielt», sagte SV-Torjäger Regis Dorn, der diesmal leer ausging. Wolfs Analyse war schnell und simpel: «Unsere Standards waren gefährlicher.»
Von Euphorie war bei Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht, der in der Saison 2002/2003 noch in Saarbrücken gespielt hatte, aber nichts zu spüren. «Die letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit sind wir mächtig ins Schwimmen geraten. Das zeigt, dass das Team noch viel lernen muss», sagte am Samstag Lieberknecht, dem die Vorsaison noch Warnung genug aus. Auch da erwischten die Niedersachsen einen tollen Start, guckten am Ende im Aufstiegskampf aber in die Röhre.
Jahn-Trainer Markus Weinzierl war rundum zufrieden, wollte aber wie Lieberknecht keine allzugroßen Lobeshymnen anstimmen. «Wir waren die reifere Mannschaft, auch wenn ich den Sieg nicht überbewerten will.» Unterhachings Coach Klaus Augenthaler sieht auf sich und sein Team «noch viel Arbeit» zukommen. «Man hat gesehen, wo der Hebel angesetzt werden muss», sagte der Weltmeister von 1990.
Im Traditionsduell setzte sich Dynamo Dresden gegen den FC Carl Zeiss Jena mit 2:0 durch. Pech hatte sein Team-Kollege Sebastian Schuppan, der wegen einer Schultereckgelenkssprengung mindestens drei Monate ausfällt.