Frankfurt/Main (dpa) - 22.07.2010, 13:29 Uhr
Beständig ist nur der Wandel bei den hessischen Fußball-Drittligisten: Der SV Wehen Wiesbaden und Kickers Offenbach setzen in der an diesem Wochenende startenden dritten Saison der 3. Liga auf neues Personal als Ansporn für bessere Zeiten.
Die Kickers wollen die Klasse Richtung 2. Bundesliga verlassen. «Ich will die Chance nutzen, direkt aufzusteigen», sagte Trainer Wolfgang Wolf. Bescheidener, aber nicht weniger ehrgeizig geht es in der Landeshauptstadt zu. «Ziel ist ein gesicherter Mittelfeldplatz», erklärte Geschäftsführer SVWW-Wolfgang Gräf. Die Horror-Spielzeiten der vergangenen zwei Jahre sollen sich nicht wiederholen.
Bei den Kickers wurden gleich 16 Spieler aussortiert, Wolf sammelte 13 Neue um sich. In Wiesbaden halten sich mit jeweils zehn Veränderungen die Zu- und Abgänge die Waage. «Wir haben jetzt die richtige Basis gefunden», sagte Trainer Gino Lettieri nach dem alljährlichen Umbruch beim ehemaligen Zweitligisten.
Die Offenbacher, die gegen Aufsteiger 1. FC Saarbrücken die Saison eröffnen, gelten auch bei der Konkurrenz als ein heißer Aufstiegsanwärter. Wolf beklagt jedoch den Ausfall von Alexander Huber wegen eine Teilrisses des hinteres Kreuzbandes. Die getätigten Investitionen haben aber die Basis verbreitert. «Wir haben jetzt 22 Stammspieler», erklärte Sportmanager Andreas Möller. Wolf hat die Aufgabe, daraus eine schlagkräftige Mannschaft die formen.
«Wir haben ein neues Wir-Gefühl gefunden», meinte der 52 Jahre alte frühere Bundesliga-Coach, der Respekt unter seinen Spielern und vor jedem Gegner einfordert. Aber auf dem heimischen Bieberer Berg, wo im Schnitt 7000 Zuschauer die Stadiontore passieren sollen, verlangt Wolf, dass «wir dominant auftreten, uns viele Torraumszenen erarbeiten und gleich eine Duftmarke setzen». Ein breitgefächertes Mittelfeld soll den wohl einzigen Stürmer, der kanadische Neuzugang und Nationalspieler Olivier Occean, mit Vorlagen füttern.