«Für den Aufstieg kommen für mich in erster Linie gestandene Vertretungen wie Offenbach oder Braunschweig infrage. Oder auch Sandhausen, die haben unheimlich aufgerüstet. Von den Absteigern aus der 2. Bundesliga würde ich zunächst keine nennen», sagte Rostocks Trainer Peter Vollmann und liegt somit im Trend einer dpa-Umfrage unter den Drittliga-Trainern. Mit 450 Transfers verzeichnete die 3. Liga im Vergleich zum Vorjahr (364) einen deutlichen Zuwachs, kam aber nicht an die Bestmarke von 590 aus der Premieren-Saison 2008/09 heran. Neuer Trend dabei: Einkaufen ohne Ablöse. Fast alle 213 Neuzugänge der insgesamt 450 Spielerwechsel (Stand 20. Juli) waren ablösefrei. Die höchste Ablösesumme kassierte Erfurt: Das Nachwuchstalent Carsten Kammlott wurde für 800 000 Euro an den Regionalliga- Aufsteiger RasenBallsport Leipzig transferiert. Der ambitionierte Verein vom milliardenschweren Unternehmer Dietrich Mateschitz zahlte zudem für den Babelsberger Daniel Frahn eine Ablösesumme von 200 000 Euro. Absteiger Rostock füllte seine Kasse durch den Wechsel von Felix Kroos zu Werder Bremen auf. Der Bruder von Nationalspieler Toni Kroos kostete 150 000 Euro. Eintracht Frankfurt zahlte an Offenbach 250 000 Euro für den Wechsel des 19-jährigen Sebastian Rhode. Im Gegensatz zum Spielerkarussell drehte sich das Trainerkarussell weniger schnell. Insgesamt fünf Teams haben einen neuen Trainer: Jürgen Raab löste in Jena René van Eck ab, der seit dem ersten Juli den Nachwuchs des 1. FC Nürnberg trainiert. Mehmet Scholl hat beim FC Bayern sein Amt wieder an Hermann Gerland übergeben. Sein oberstes Ziel: Spieler an die Bundesliga heranführen. Ein bekanntes Gesicht zeigt sich auf der Trainerbank bei Rot-Weiss Ahlen: Der ehemalige Profistürmer Arie van Lent. Außerdem kamen Jürgen Luginger (1. FC Saarbrücken) und Peter Vollmann (Hansa Rostock) als neue Trainer in die Liga. Weltmeister Klaus Augenthaler verlängerte bei Unterhaching.
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