Leipzig (dpa) - 09.05.2010, 17:34 Uhr
Zweitliga-Comeback für den VfL Osnabrück, Tränen in Braunschweig. Mit einem 1:0-Auswärtssieg bei Wacker Burghausen haben sich die Osnabrücker beim Saisonfinale der 3. Fußball-Liga die Meisterschaft und somit den vierten Aufstieg in den vergangenen zehn Jahren gesichert.
Der FC Ingolstadt 04 sicherte sich hinter dem bereits aufgestiegenen FC Erzgebirge Aue den Relegationsplatz und spielt gegen den FC Hansa Rostock den letzten Zweitliga-Platz aus. Allerdings kamen die Ingolstädter nur zu einem 1:1 gegen den SV Sandhausen.
Auch die Braunschweiger kamen gegen den FC Rot-Weiß Erfurt nicht über einen 1:1 hinaus und beendeten die Saison als Vierte mit vielen Tränen. Mit einem Sieg hätten die Niedersachsen noch eine Chance auf die Relegation gehabt - ein Patzer der Ingolstädter vorausgesetzt. «Man hat heute im Stadion gemerkt, wie viel Emotion in Braunschweig vorhanden ist und was Eintracht für Braunschweig bedeutet», sagte Trainer Torsten Lieberknecht gerührt. «Für mich ist es wichtig, dass die Mannschaft es gepackt hat, dieses Wir-Gefühl in der Stadt zu entfachen, auch wenn die Sensation, an der wir gerochen haben, nicht geklappt hat.»
Glücklich und ausgelassen feierten dagegen die Osnabrücker. «Ich bin froh, dass wir es gemacht haben. Es wäre tragisch gewesen, wenn wir es heute nicht geschafft hätten», sagte VfL-Trainer Karsten Baumann, der auch im DFB-Pokal für Furore gesorgt hatte. Nach den Siegen gegen Hansa Rostock, den Hamburger SV und Borussia Dortmund scheiterte der VfL erst im Viertelfinale am FC Schalke 04. Insofern sieht Baumann die Meisterschaft als gerechten Lohn: «Ich glaube, wir haben das auch verdient. Alle haben gute Arbeit geleistet.»
In Aue konnte auch die Niederlage und die vergebene Meisterschaft die Freude über den Aufstieg nicht trüben. Ein gelöster Trainer Rico Schmitt freute sich bereits auf die Heimfahrt und die Aufstiegsfeier am Sonntagnachmittag im Erzgebirge. «Die Mannschaft ist mit vielen verletzten Spielern in die Partie gegangen. Außerdem waren wir mit den Gedanken schon im Urlaub», betonte Skerdilaid Curri.