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Spannung im Aufstiegskampf - Kiel, BVB steigen ab

Leipzig (dpa) - 25.04.2010, 15:57 Uhr

Während Spitzenreiter FC Erzgebirge Aue und Verfolger VfL Osnabrück zwei Spieltage vor Saisonende den erhofften Wiederaufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga vor Augen haben, stehen mit Holstein Kiel und Borussia Dortmund II bereits zwei von drei Absteigern aus der 3. Liga fest.

Aue feierte mit dem 2:0 bei Wacker Burghausen den vierten Sieg Sieg in Serie und kann schon langsam den Sekt kalt stellen. «Den Druck haben jetzt andere, wir haben bereits 64 Punkte», sagte Trainer Rico Schmitt.

An Dramatik ist der Kampf um die beiden Aufstiegsplätze und den Relegationsrang kaum zu überbieten: Denn Osnabrück untermauerte mit dem 2:1 in Dortmund eindrucksvoll seine Aufstiegsambitionen und sitzt den Erzgebirgern, die mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Wehen ihren Vorsprung aber auf vier Zähler vergrößern können, weiter im Nacken. «Wir müssen die Nerven behalten», mahnte Coach Karsten Baumann an und ergänzte: «Wir haben es weiter selbst in der Hand.»

Nur zwei Zähler hinter Osnabrück hat auch Eintracht Braunschweig nach dem 3:1 gegen Bayern München II den Aufstieg noch im Blick. Die Niedersachsen bewiesen Nervenstärke, ließen sich nach dem Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen. «Es spricht für die Mannschaft, dass sie den Ausgleich-Nackenschlag weggesteckt hat», lobte Coach Thorsten Lieberknecht. Der FC Ingolstadt patzte unterdessen: Trotz Heimvorteils kamen die Bayern gegen den VfB Stuttgart nicht über ein 1:1 hinaus. Damit rangiert Ingolstadt auf Position vier und hat einen Zähler Rückstand auf Braunschweig.

Wohl verabschiedet hat sich hingegen der FC Carl Zeiss Jena aus dem Aufstiegskampf. Gegen den 1. FC Heidenheim setzte es eine 1:2-Schlappe. «Wir haben gut angefangen, aber dann ist Heidenheim voll ins Spiel gekommen», sagte Trainer René van Eck. Wie umkämpft die Punkte am 36. Spieltag waren, zeigt die Kartenstatistik: Die Referees zückten gleich 38 Mal die Gelbe Karte, Regensburgs Tobias Schlauderer sah gar Rot.

Keine Feierlaune kam wie in Dortmund auch bei Kiel auf. Die Norddeutschen müssen nach dem 1:3 gegen Rot-Weiß Erfurt wie die BVB- Reserve nur ein Jahr nach dem Aufstieg den bitteren Gang in die Viertklassigkeit antreten. «Wir haben alles falsch gemacht, was man falsch machen kann», sagte Coach Christian Wück und ließ kein gutes Haar an seinen Mannen: «Die Mannschaft hat den Abstiegskampf nicht begriffen.» Für unschöne Szenen sorgten ausgerechnet die Fans von Erfurt. Sie schütteten dem Doppeltorschützen Thiago Rockenbach da Silva nach dem Spiel Bier ins Gesicht. Die Anhängerschaft nimmt den Spielern immer noch das blamable Aus im Landespokal übel. «Wir sind auch enttäuscht, dass wir aus dem Pokal raus sind», sagte da Silva.


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