Die Drittliga-Fußballer vom FC Carl Zeiss Jena planen am Dienstag beim Nachholspiel gegen den FC Bayern München II das 13. Spiel in Serie ohne Niederlage. Mit dem klaren 3:0-Sieg gegen Dresden im Rücken, fahren die Ostthüringer mit breiter Brust in die bayerische Landeshauptstadt.
«Wir wollen unsere Serie gern fortsetzen, haben jede Menge Selbstvertrauen», sagte Stürmer Sebastian Hähnge. Personell haben die Jenaer dabei erstmals seit Wochen wieder größere Probleme. Michael Gardawski, der wegen einer Tätlichkeit im letzten Spiel bei Dynamo Dresden (3:0) die Rote Karte sah, wurde vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für drei Punktspiele gesperrt. In München fehlen wird außerdem Orlando Smeekes (5. Gelbe Karte). Fraglich ist der Einsatz von Innenverteidiger Quido Lanzaat (Rippenprellung). Ersetzt werden sollen die drei Spieler wahrscheinlich durch Soufian Benyamina, Melvin Holwijn und Tim Wuttke. «Ich habe mich aber noch nicht entschieden, wer auf der linken Außenbahn spielen wird», sagte Cheftrainer René van Eck.
Den FC Carl Zeiss erwartet in München eine spielstarke Mannschaft. «Ich habe sie gegen Burghausen beobachten lassen. Sie können nicht mehr abstiegen und werden deshalb befreit aufspielen. Andere Teams stehen mehr unter Druck, deswegen wird es nicht einfach für uns», betonte van Eck. Trotz bester Chancen auf den Aufstieg in die zweite Bundesliga bleibt der Niederländer jedoch gelassen: «Wir sind seit zwölf Spielen konstant stark und die Mannschaft geht sehr gut damit um. Ich glaube, es ist schöner der Jäger zu sein als der Gejagte».
Vorgestellt wurde Roy Stapelfeld als neuer Geschäftsführer der FC Carl Zeiss Jena Fußball Spielbetriebs GmbH. Der 34-Jährige ist Diplom-Sportökonom und gelernter Bankkaufmann. «Ich freue mich auf diese Herausforderung. Unser Ziel muss es jetzt sein, schnellstmöglich die Weichen für die neue Saison zu stellen», sagte Stapelfeld, der Michael Born ablöst. Borns Vertrag wurde zuletzt nach sechsmonatiger Probezeit nicht verlängert.