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Großes Gedränge hinter Spitzenreiter Offenbach

Leipzig (dpa) - 29.11.2009, 11:16 Uhr

Der Kampf um die inoffizielle «Herbstmeisterschaft» in der 3. Fußball-Liga hat an Brisanz gewonnen. Gleich vier Teams reihen sich nach dem 18. Spieltag punktgleich hinter Spitzenreiter Kickers Offenbach, der nur drei Zähler Vorsprung hat.

Die Hessen kamen nicht über ein 3:3 gegen den SV Sandhausen hinaus und vergaben somit die Chance, den Abstand auf die Verfolger zu erhöhen. Dennoch gab es etwas Positives am Unentschieden: Die Kickers blieben bereits zum achten Mal hintereinander ungeschlagen.

Neuer Tabellen-Zweiter mit zwei Punkten Rückstand ist der FC Ingolstadt. Mit dem neuen Interimstrainer Michael Wiesinger auf der Bank gewannen die Bayern das dritte Spiel hintereinander. Bei Wiesingers Heimspiel-Premiere gab es im Duell der Zweitliga- Absteiger einen 5:1-Kantersieg gegen den SV Wehen Wiesbaden.

Die Mannschaft der Stunde ist jedoch Eintracht Braunschweig. Die Niedersachsen sind bereits seit neun Spielen ohne Niederlage und ließen sich auch vom FC Erzgebirge Aue nicht stoppen. Gegen die Gäste aus Sachsen gewann die Eintracht mit 3:0 und steht nun auf dem Relegationsplatz. Doppeltorschütze Kingsley Onuegbu ließ sich von der Sieges-Euphorie nicht anstecken und sagte: «Wir schauen einfach weiter nach vorne.» Auch sein Trainer Torsten Lieberknecht trat auf die Euphoriebremse: «Wichtig ist, dass wir auf Tuchfühlung bleiben. Bis zur zweiten Liga ist es ein harter Weg.» Aues Mittelfeldspieler Skerdilaid Curri war einfach nur traurig: «Es war ein rabenschwarzer Tag für uns.»

Enttäuschte Gesichter gab es auch bei Wacker Burghausen. Am vergangenen Wochenende verpasste das Team von Trainer Jürgen Press noch den Sprung an die Tabellenspitze, nun gab es eine 1:3- Niederlage gegen Rot-Weiß Erfurt, was das Abrutschen auf Rang fünf bedeutete. «Wir waren in keiner Weise in der Lage, die zweiten Bälle zu holen», schimpfte Burghausens Sven Kresin nach der Partie. Und Press resümierte: «Man sieht, dass wir noch nicht so eingespielt sind wie Erfurt.»

Auch für den VfL Osnabrück ging es in der Tabelle bergab. Im Auswärtsspiel bei Holstein Kiel gab es lediglich ein 1:1. Damit nimmt der VfL Platz vier in der Tabelle ein. Davon weit entfernt und dennoch zufrieden zeigte sich Dynamo Dresden. Die Elbestädter erkämpften sich vor eigenem Publikum einen 4:3-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim und verließen die Abstiegsplätze. Der dreifache Torschütze aufseiten der Dresdner, Halil Savran, blieb trotz des Erfolges gelassen: «Wir dürfen jetzt nicht überdrehen. Es waren nur drei Punkte.»


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