Dresden (dpa) - 27.11.2009, 18:16 Uhr
Fußball-Drittligist SG Dynamo Dresden hat ein härteres Vorgehen gegen Krawallmacher angekündigt.
In Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der sächsischen Landeshauptstadt sowie der örtlichen Polizei werde der Traditionsverein ab sofort in seinem Stadion begangene Ordnungswidrigkeiten mit Bußgeldverfahren verfolgen, teilte das Tabellen-Schlusslicht mit. Verstöße gegen die Stadion-, die Polizei- oder die sächsische Versammlungsstätten-Verordnung würden rückwirkend für sechs Monate und künftig bei allen Heimspielen beim Ordnungsamt angezeigt.
Neben einer durch den Drittligisten gegen potenzielle Randalierer verhängten Sanktionierung mit Stadion- und Hausverboten könne dann das Ordnungsamt nach Zeugenanhörung noch Geldbußen bis maximal 1000 Euro festlegen. Dies betreffe insbesondere Vergehen wie das Mitführen von Waffen oder das Werfen von Gegenständen auf das Spielfeld.
Bereits am Vortag hatte die Stadt Dresden angekündigt, dass in Abstimmung mit der Polizei und dem Traditionsverein das Ordnungsamt der sächsischen Landeshauptstadt verstärkt den Bereich im Umfeld des Rudolf-Harbig-Stadions kontrollieren wolle. Diese Maßnahme betreffe vor allem die Spiele der Dresdner Drittliga-Mannschaft. Erst vor gut zwei Wochen war es am Rande einer Partie der Sachsen bei Carl Zeiss Jena zu Randale unter Beteiligung von Dynamo-Anhängern gekommen.
Im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim plagen Dynamo Dresden zudem Personalsorgen. Maik Wagefeld (Knie- Operation) und Ronny Nikol (Muskelfaserriss in der Wade) können in der Hinrunde nicht mehr spielen. Sascha Pfeffer, David Solga und Mirko Soltau nahmen zwar nach langen Verletzungspausen das Training wieder auf, ihr Einsatz käme aber zu früh. Volker Oppitz und René Trehkopf sind nach Trainingspausen wieder einsatzfähig.
Die Dresdner gehen als Tabellenletzter in die Partie gegen Heidenheim. «Wir werden alles dafür tun, die positive Energie, die wir vom Publikum erhalten, in Taten umzusetzen und die Punkte in Dresden zu behalten», kündigte Coach Matthias Maucksch an und betonte zugleich: «Wir wissen, dass wir in der bisherigen Saison den Ansprüchen des Dresdner Fußballs nicht gerecht geworden sind.»