Frankfurt/Main (dpa) - 26.11.2009, 17:27 Uhr
Kickers Offenbach will sich nach dem 3:3 im Hessen-Derby beim SV Wehen Wiesbaden auch nicht vom selbst ernannten Aufstiegsanwärter SV Sandhausen von der Tabellenspitze der 3. Fußball-Liga verdrängen lassen.
«Sandhausen wird eine harte Nuss», sagte OFC-Trainer Steffen Menze und warnte vor dem spielstarken Gegner. Im Duell der Zweitliga- Absteiger will Wehen Wiesbaden die letzten guten Kritiken zur gleichen Zeit beim FC Ingolstadt bestätigen. «Jeder von uns ist sich der Bedeutung der Partie bewusst», erklärte Coach Hans Werner Moser.
Sandhausen kommt mit den ehemaligen Offenbachern Alf Mintzel und Regis Dorn zum Bieberer Berg. Gerade auf den Franzosen Dorn werden sich die Blicke richten, denn er ist mit elf Treffern einer der besten Torschützen der Liga. «Wir dürfen uns aber nicht nur auf ihn konzentrieren», meinte der 40-Jährige Menze. Sandhausen fiel nach gutem Start auf den 9. Platz, konnte nur eine der letzten acht Partien gewinnen. «Wir dürfen den Gegner nicht danach beurteilen. Die kommen mit einer starken Truppe», sagte Menze.
«Wir brauchen eine Topeinstellung, um die Serie von sieben ungeschlagen Spielen zu verlängern», meinte Manager Andreas Möller. Möglich ist, dass Christian Fröhlich und Maik Schutzbach wieder in den Kader rechnen, auch Benjamin Baier drängt zurück ins Team.
Wehen Wiesbaden beklagte nach dem Hessen-Derby zwei Verletzte. Lukas Billick zog sich eine Meniskusverletzung zu und wurde operiert. Kapitän Fabian Schönheim plagt sich mit einer Oberschenkelzerrung. Zudem schleppt sich Benjamin Hübner mit einer Erkältung herum. Gut möglich, dass Moser die Abwehr komplett umbauen muss.
Der Tabellenfünfte Ingolstadt mit Trainer Michael Wiesinger, der den erfahrenen aber glücklosen Horst Köppel ablöste, hat fünf Punkte mehr auf dem Konto als die Wiesbadener. Die Hessen haben wiederum aber nur fünf Zähler Abstand zum ersten Abstiegsplatz. «Wir wissen, dass wir uns hundertprozentig auf die Aufgabe konzentrieren müssen. Es entscheidet sich, wohin unsere Reise geht», erklärte der SVWW- Trainer mit Blick auf das schwere Programm bis zur Weihnachtspause: Gegen Unterhaching und Jena in der BRITA Arena sowie auswärts in Dresden.