Leipzig (dpa) - 01.09.2009, 17:25 Uhr
Die erste Transferperiode der Saison 2009/2010 in der 3. Fußball-Liga ist beendet - mit 202 Neuzugänge sowie 226 Abgänge in den 20 Vereinen. Als bislang erfolgreichster Transfer unter den insgesamt 428 entpuppte sich Régis Dorn vom SV Sandhausen.
Der Franzose hat für die Kurpfälzer bereits sieben Treffer erzielt und seinem Verein die Tabellenführung beschert. Nach seiner eher erfolglosen Zeit bei Hansa Rostock blüht Dorn in Sandhausen sichtlich auf. Und der Clou ist: Der 29-jährige Torjäger hat keinen Cent Ablöse gekostet.
Ein Spitzenreiter ganz anderer Art ist der SV Wacker Burghausen. Das Team von Trainer Jürgen Press wurde kräftig durcheinandergewirbelt. Insgesamt gab es bei den Oberbayern 39 Wechsel. 16 Neue kamen, 23 Spieler mussten gehen. Der Grund: Wacker war eigentlich schon abgestiegen, blieb jedoch in der 3. Liga, weil Kickers Emden zurückzog. Erst kurz vor Saisonbeginn konnte der Verein somit die Personalplanung angehen. Einen ähnlich radikalen Umbruch vollzog man beim Zweitligaabsteiger VfL Osnabrück. 16 Spieler kamen, 19 gingen.
Der bekannteste Name aber unter den Neuzugängen der ersten Transferperiode ist Riedle. Aber nicht Karl-Heinz Riedle, sondern sein Sohn Alessandro. Der 18-jährige Angreifer kam von Grasshopper Zürich für eine geschätzte Ablösesumme von 150 000 Euro zum VfB Stuttgart II. Der Junior des Weltmeisters von 1990 hat in der Jugend unter anderem beim FC Liverpool gespielt und versucht nun sein Glück bei den Schwaben. Und die sind momentan richtig erfolgreich. Mit 10:4 Toren hat der Stuttgarter Nachwuchs die Liga aufgemischt und sich unter die Topteams der Liga geschoben. Und das mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 21 Jahren. Jünger ist nur das Team vom SV Werder Bremen II.
Im Gegensatz zu den jungen Wilden aus Dortmund, Bremen, Bayern und Stuttgart, die ihre Karriere noch vor sich haben, ging für den ein oder anderen Spieler die Karriere zu Ende. Darunter Jan Sandmann (31 Jahre/Holstein Kiel), Dennis Grassow (37/SSV Jahn Regensburg) und nicht zuletzt Francisco Copado (35), der unter anderem für den Hamburger SV, Eintracht Frankfurt und 1899 Hoffenheim gespielt hat. Zuletzt war Copado bei der SpVgg Unterhaching unter Vertrag. Im April kam allerdings das Aus für den Mittelfeldspieler. Er hatte den Trainer öffentlich kritisiert und war danach vom Verein suspendiert worden.