Erfurt (dpa) - 21.08.2009, 14:39 Uhr
Der in dieser Saison noch sieglose Fußball-Drittligist FC Rot-Weiß Erfurt hofft im mit Spannung erwarteten 124. Thüringen-Derby seit 1903 beim FC Carl Jena auf den ersehnten Befreiungsschlag.
Im Gegensatz zum Vorjahr scheint diesmal Jena die besseren Karten zu haben. Die Saalestädter, mit acht Punkten und 10:3 Toren Tabellenzweiter, sind Favorit. Erfurt steht dagegen nach einem schwachen Saisonstart mit nur zwei Punkten und 1:8 Toren als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz.
Erfurts Trainer Rainer Hörgl zeigte sich trotzdem optimistisch. «Die Mannschaft hat in dieser Woche trotz der leichten Verunsicherung gut im Training mitgezogen. Man spürt, dass alle heiß sind. Wir sind zwar Außenseiter, rechnen uns aber durchaus in Jena etwas aus. Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und von Beginn an hellwach sein», forderte der 52-Jährige. Je länger es 0:0 stehe, um so besser sei es für Erfurt.
Personell muss Hörgl auf Julien Humbert (Bänderriss im Knöchel) verzichten. Für ihn wird Martin Hauswald ins linke Mittelfeld rücken. Rechts könnten der nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel wieder genesene Sebastian Becker oder Fabian Stenzel spielen. Im Sturm werden voraussichtlich Tino Semmer und Massimo Cannizzaro beginnen, da Chhunly Pagenburg noch nicht einsatzfähig ist.
Im Vorfeld des Derbys haben beide Vereine an die Fans appelliert, sich fair zu verhalten. Die Rivalität solle sportlich auf dem Rasen und nicht auf den Rängen stattfinden. Im Vorjahr hatte es bei beiden Partien Ausschreitungen gegeben, die durch den DFB mit Geldstrafen und teilweisem Zuschauerausschluss geahndet wurden.